Titel: Neues Holzpflaster.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 306/Miszelle 2 (S. 22–23)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj306/mi306mi01_2
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Neues Holzpflaster.

Das bisher bei uns zur Holzpflasterung gebrauchte Tannenholz nutzt sich ziemlich rasch ab und ist, obschon mit Theer getränkt, ein vorzüglicher Nährboden für eine grosse Zahl Bakterien. Auf die Gefahr, die dadurch den Lungen erwachsen kann, haben die Hygieniker schon wiederholt hingewiesen. Nun ist neuerdings ein vorzüglicher Ersatzstoff für das minderwerthige Tannenholz aus Australien gekommen, wo er schon mit Erfolg benutzt ward. Es ist dies das Eucalyptusholz, das Holz der mächtigen australischen Baumriesen, das harzig und undurchlässig für Bakterien ist, also einen sehr schlechten Nährboden für sie abgibt. Ausserdem ist dieses Holz sehr hart und widerstandsfähig, hält gut einen Druck von 15000 k auf 1 qc aus und nutzt sich folglich kaum ab. Daraus bestehende Blöcke, mit denen der Boden einer sehr stark begangenen Strasse einer australischen Stadt bepflastert war, hatten sich in 11 Jahren noch um keine 3 mm an der Oberfläche abgenutzt, was gewiss viel sagen will. Die Pflasterung mit Eucalyptusholz findet in England und Amerika immer mehr Aufnahme und wird gegenwärtig auch in Leipzig eingeführt. (Deutsche Drechslerzeitung durch Badische Gewerbezeitung.)

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