Titel: Elektrisches Alarmthermometer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 306/Miszelle 4 (S. 23)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj306/mi306mi01_4

Elektrisches Alarmthermometer.

Ist Quecksilber längere Zeit mit Luft in Berührung, so bildet sich an der Oberfläche eine Oxydschicht, welche einen Stromschluss unsicher macht. Um diese Oxydbildung zu vermeiden, hat man vorgeschlagen, Alkohol oder Kreosot auf das Quecksilber zu giessen. Diese Maassnahme hat jedoch den Nachtheil, dass diese Flüssigkeiten durch längere Einwirkung des elektrischen Stromes sich zersetzen, und dass sich in Folge dessen an den Elektroden Kohle abscheidet, welche das Quecksilber verunreinigt.

Edward Mann in London erhitzt das gewöhnliche Kreosot auf 200°, wodurch die leichten Kohlenwasserstoffe ausgeschieden werden. Das bei dieser Destillation zurückbleibende Kreosot ist ein besserer Nichtleiter der Elektricität und Mann verwendet es zur Verhütung der Oxydation des Quecksilbers in einem Alarmthermometer (D. R. P. Nr. 91873).

Quecksilber greift auch mit der Zeit Platin an und Mann bringt aus diesem Grunde beide Platindrähte ausserhalb des Quecksilbers an. Die Enden der Platindrähte werden so gebogen, dass sie ganz an die Röhrenwandung anzuliegen kommen. Ist das Quecksilber einmal bis zu den Platincontacten gestiegen und geht dann wieder zurück, so ist man sicher, dass kein Quecksilber zwischen den Platindrähten hängen bleibt, weil die Adhäsion dieses Kreosots zum Platin gross und zum Quecksilber klein ist.

Rr.

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