Titel: Centrifugalguss.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 306/Miszelle 5 (S. 23)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj306/mi306mi01_5

Centrifugalguss.

Um Stahlguss mit harten und weichen Theilen herzustellen, benutzt P. Huth in Gelsenkirchen nach Stahl und Eisen die Centrifugalkraft. Wird z.B. in die in Rotation versetzte Form eines Eisenbahnrades zuerst ein harter Stahl vergossen, so stellt sich dieser an dem Umfang der Form auf, nachher vergossener weicher Stahl füllt die Form und man erhält ein Rad, dessen Körper, aus weichem Stahl bestehend, aufgegossen eine harte Bandage trägt.

Die Abgrenzung beider Metalle ist deutlich erkennbar. Die Härte geht in der ganzen beliebig zu wählenden Stärke gleichmässig durch, nicht etwa abnehmend wie beim Eisenhartguss.

Besondere Vortheile bietet der Centrifugalguss dadurch, dass die Gusstücke dicht ausfallen, und selbst dünne Constructionstheile scharf ausgegossen werden können, was bei der Strengflüssigkeit des weichen Stahls bis dahin nicht möglich war. Brechringe für Koks, Kohlen und andere Brecher können durch das Verfahren mit Zacken, ausgestaltet zu scharfen Schneiden und Spitzen von harter Stahlqualität bei weichem Körper, hergestellt werden. Die Leistungsfähigkeit der Brecher wird hierdurch erhöht, der Gussausfall vermindert und die Haltbarkeit der Ringe vergrössert.

Mörserringe und Walzringe der Griffin-Mühlen hönnen mit harten Mahlflächen bei sehr weichem Körper hergestellt werden, während die Flächen, welche bearbeitet werden müssen, aus weicher Stahlgussqualität bestehen können.

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