Titel: Brustleier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 306/Miszelle 1 (S. 46)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj306/mi306mi02_1

Brustleier.

Die Firma Gottfr. Stierlin in Schaffhausen liefert eine Brustleier, die mehrere Verbesserungen zeigt. Die Form des Bohrkopfes eignet sich für Werkzeuge sowohl mit flachen als mit vierkantigen Endstücken. Die Kurbel a besteht aus Mannesmann-Stahlrohr, ist mithin widerstandsfähig und leicht. Die Verbindung der Kurbel mit dem Brustknopf wird durch den Stift b vermittelt, auf der sich Röhre a drehen kann und mit ihr durch eine in die Rille e eingelegte Klammer f verbunden ist. In dem Bohrkopf k liegt, um Punkt l drehbar, die Klappe m, welche durch die Feder n gehalten wird. Wird der Bohrer in den Kopf eingeführt, so hebt sich der Klappenhaken o und schnappt, sobald der Bohrer richtig sitzt, über das Bohrstangenende oder in eine zu diesem Zwecke angebrachte Nuth ein. Durch einen Druck auf den unteren Theil der Klappe kann der Bohrer rasch entfernt oder gewechselt werden. Die Feder ist aus Stahldraht und kann bei dem kurzen Spiel nicht zusammengedrückt werden. Der Kurbelgriff h ist über einem Anpass i lose verleimt. Die Kurbel hat wenig Reibung und ist nebst der kleinen Zwischenlegscheibe sowie dem Klappenhaken gehärtet.

Textabbildung Bd. 306, S. 46
Textabbildung Bd. 306, S. 46

Die Oeffnung zum Einschieben der Bohrer ist 30 mm tief, für vierkantig von 9 auf 5, für flach von 12 auf 3 mm konisch gemacht, so dass alle zu gebrauchenden Bohrer leicht einzupassen sind. In den meisten Fällen braucht man nur mit halbrunder Feile die Vertiefung für den Haken einzufeilen. Die Handhabung ist durchaus einfach und die Construction lässt Reparaturen als ausgeschlossen erscheinen. Gewicht nur 350 g.

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