Titel: Holzpflaster.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 306/Miszelle 3 (S. 95–96)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj306/mi306mi04_3
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Holzpflaster.

Ueber die Verlegung des Holzpflasters bei der Hubbrücke im Hamburger Freihafen machte der Sectionsbaumeister Voss folgende Mittheilung:

Bei den auf der Brücke dicht an dicht mit Abwässerung nach beiden Seiten verlegten eichenen Querschwellen wurden die Fugen kalfatert und vollständig abgedichtet. Sodann wurden durch einen Ueberzug mit Goudron alle Unebenheiten ausgeglichen und auf denselben 27 mm starke Schaalbretter in der Längenrichtung der Brücke dicht an dicht gelegt. Die Schaalbretter wurden mit Avenarius Carbolineum (nach D. R. P. Nr. 46021) satt gestrichen. Ueber die Schaalung kam eine Lage von Dachpappe, welche sorgfältig verklebt wurde, so dass keinerlei Fugen mehr vorhanden waren. Als eigentliches Pflaster wurden Klötze von Föhrenholz verwendet. Die Klötze, 23 cm lang, 10 cm breit, 7,50 cm stark, wurden in einem eisernen Trog mit erhitztem Carbolineum satt getränkt und in heissem Goudron versetzt. Zur Bildung der Fugen wurden zwischen die Klötze eiserne Bänder gelegt, die später wieder herausgezogen wurden. Die Fugen wurden bis ⅓ Höhe mit Goudron und darauf mit gesiebtem Grand ausgefüllt. Hierauf wurde das ganze Pflaster der Brücke mit Holztheer gestrichen und tüchtig begrandet; diese Begrandung wird von Zeit zu Zeit wiederholt.

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