Titel: Haltbarkeit der Mannesmann-Rohre.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 306/Miszelle 1 (S. 286)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj306/mi306mi12_1

Haltbarkeit der Mannesmann-Rohre.

In der Deutschen Bauzeitung vom 13. October d. J. theilt der Director Borchardt in Remscheid als Antwort auf eine Anfrage seitens der Redaction seine Erfahrungen bezüglich der Haltbarkeit der Mannesmann-Rohre wie folgt mit:

Bezüglich der befürchteten Rostbildung haben die Versuche ergeben, dass durch die mit Asphaltlack heiss überzogenen Rohre und die dann erfolgte Umwickelung mit theerdurchtränkter Jute ein durchaus solider Schutz gegen jegliche Rostbildung erzielt wird. Dadurch, dass die Rohre in ein Bad von heissem Asphaltlack gebracht werden; sind auch die inneren Rohrwandungen vollkommen gegen Rostbildung geschützt und ergaben die Versuche, dass durch anhaltendes Hämmern einzelner Rohrstücke ein Abblättern des Asphaltlackes nicht wahrgenommen werden konnte, sowie ferner, dass bei fertig verlegten Wasserrohrsträngen das eingelassene Wasser schon nach einigen Tagen zu Haushaltungszwecken vollständig benutzt werden konnte. Bezüglich der Haltbarkeit bemerke ich, dass die schon seit einigen Jahren beim hiesigen städtischen Gas- und Wasserwerke verlegten Wasserrohrstränge aus Mannesmann-Röhren, welche unter einem Druck von 10 bis 15 at stehen, sich noch im tadellosen Zustande befinden und Undichtigkeiten nicht wahrgenommen worden sind.

Für diejenigen Ortschaften, welche mit Bodensenkungen viel zu schaffen haben, oder dort, wo häufige Aufgrabungen durch Kanalisation, Kabelleitungen u.s.w. u.s.w. stattfinden, sind diese Rohre ganz vortrefflich geeignet. Im selbigen Gelände lassen sich die Rohre leicht verlegen, weil durch dieselben weniger Felssprengungen nothwendig sind, und sie sich der unregelmässigen Form der Gräben bequem anschmiegen können.

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