Titel: Entwickelungsapparat für Acetylengas.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 306/Miszelle 2 (S. 286)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj306/mi306mi12_2

Entwickelungsapparat für Acetylengas.

Aus der Reihe der neuerdings construirten Entwickelungsapparate für Acetylengas verdient die von Heinrich Held in Waiblingen, Württemberg, erfundene Einrichtung Erwähnung.

Der Apparat ist als Doppelentwickler eingerichtet und besitzt in Folge dessen je zwei Carbidbehälter b und zwei Wassergefässe c mit den selbsthätigen Fallventilen d. Die Gaserzeugungsorgane sind in leicht zugänglicher Anordnung um den mit Wasser gefüllten Gasometer a vertheilt, in dem sich die Glocke f frei bewegen kann.

Sind die beiden Behälter b mit Calciumcarbid beschickt und die Behälter c mit Wasser versehen, so öffnet man die Ventilhähne e, das Betriebswasser tropft dann allmählich durch die Röhrenleitung in die Carbidbehälter b, die Gasentwickelung beginnt und die Glocke f hebt sich in dem Gasometer empor.

Textabbildung Bd. 306, S. 286

Nach einer Glockenhebung um einige Centimeter bewirkt eine Kettenübertragung den selbsthätigen Abschluss der Fallventile d. Es hört damit der Wasserzufluss und gleichzeitig die Gaserzeugung auf, abgesehen von einer geringen Nachentwickelung, deren Gasmenge von dem Gasometer ohne weiteres noch aufgenommen werden kann.

Nach diesem Vorgange steht das Gas zur Entnahme bereit. Bei derselben senkt sich die Glocke, die Fallventile öffnen sich und die Gasentwickelung beginnt von neuem und zwar nur innerhalb der Grenzen, welche, der Gasentnahme entsprechend, die Bewegung der Gasometerglocke zulässt.

Die bei dem Held'schen Apparate angewendete Regulirung stellt eine sachgemässe und befriedigende Lösung dar (vgl. S. 16 d. Bd.). Der Gasometer wird mit einem Druckanzeiger g ausgerüstet, der gleichzeitig als Sicherheitsventil ausgebildet ist. Sollte im Gasometer ein gefahrbringender Druck entstehen, so öffnet sich das Ventil g und lässt die überschüssigen Gasmengen entweichen.

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