Titel: Einiges über Säemaschinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1898, Band 307 (S. 201–205)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj307/ar307057

Landwirthschaftliche Maschinen.
Einiges über Säemaschinen.

Von Victor Thallmayer, Professor an der landwirthschaftlichen Akademie in Ungarisch-Altenburg.

(Fortsetzung des Berichtes S. 177 d. Bd.)

Mit Abbildungen.

Abhängigkeit zwischen Vorderradstand und Hinterradstand. Der Vorderradstand V muss, um einen regelrechten Reihenanschluss nach dem Wenden zu ermöglichen, für jede gewählte Reihenweite zum Hinterradstande in einem ganz bestimmten Verhältnisse stehen. Auf dieses Verhältniss hat der Umstand Einfluss, ob nach dem Wenden das Vorderrad auf seiner eigenen unmittelbar nach dem Wenden vorhergegangenen, oder aber auf der Spur des Hinterrades geführt werden soll, und ob der Abstand der äussersten Schar vom Hinterrade kleiner, gleich oder grösser als die halbe Reihenweite ist, in Buchstaben ausgedrückt: ob ist.

Ist die Entfernung e der äussersten Schar von dem Hinterrade gleich der halben Reihenweite in Buchstaben ausgedrückt: so ist die Vorderradspurweite V gleich der Hinterradspurweite H, mit Buchstaben ausgedrückt: V = H. Bei den alten Säemaschinen und stellenweise auch bei den gegenwärtigen, sind die Vorderräder auf die gleiche Spur mit den Hinterrädern gestellt und gar nicht zum Verschieben eingerichtet.

Ist die Entfernung e der äussersten Schar grösser als die halbe Reihenentfernung so ist die Vorderradspurweite V kleiner als die Hinterradspurweite H. Mit Buchstaben ausgedrückt: Wenn so ist V < H. Dieser Fall kommt bei zum Anbau von Getreide eingestellten Maschinen vor, indem bei diesen die Distanz e meist grösser ist, als die halbe Reihenentfernung.

Ist die Entfernung e der äussersten Schar kleiner als die halbe Reihenweite welcher Fall häufig beim Anbau von Hackfrüchten sich ereignet, so ist die Vorderradspur V immer grösser als die Hinterradspur H. In Buchstaben ausgedrückt: Wenn so ist V > H.

Textabbildung Bd. 307, S. 201

Vorderradstand (V), wenn nach dem Wenden das Vorderrad auf seiner vor dem Wenden zurückgelassenen Spur läuft (Fig. 221).

In diesem Falle bekommen wir den Vorderradstand V, wenn wir die Scharanzahl n mit der Reihenweite multipliciren. Mit Buchstaben ausgedrückt ist V = n × w. Es ist somit das Maass A (Fig. 216 und 219), auf welches die Vorderräder von der Mittelrichtung der Maschine einzustellen sind: welcher Formel zufolge, wenn das Vorderrad auf der Spur des Vorderrades läuft, die Entfernung, auf welche die Vorderräder von der Mittelrichtung der Maschine einzustellen sind, gleich ist dem halben Producte aus Scharanzahl × Reihenweite.

|202|

Gewöhnlich läuft das Vorderrad auf der Spur des Vorderrades beim Anbau von Hackfrüchten.

Wird z.B. mit einer 17reihigen Getreidesäemaschine, bei einer Reihen weite von 62 cm, Mais gedrillt, so sind die Vorderräder rechts und links von der Mittellinie der Maschine auf einzustellen; es ist somit A = 124 cm.

Aus Fig. 221 ist zu ersehen, dass der Vorderradstand V grösser ist als der Hinterradstand. Es kann dies nicht anders sein, indem aus der Abbildung gleichzeitig erhellt, dass die äusserste Schar vom Hinterrade um weniger als die halbe Reihenweite entfernt liegt.

Vorderradstand (V), wenn nach dem Wenden das Vorderrad auf der vor dem Wenden gemachten Spur des Hinterrades läuft (Fig. 222).

Den Vorderradstand V in dem Falle, wo das Vorderrad auf der dem Wenden vorhergegangenen Spur des Hinterrades geführt wird, bekommen wir, wenn wir dem Producte aus Scharanzahl und Reihenweite (n × w) eine Reihenweite w zufügen, und von dieser Summe das 2fache des Abstandes zwischen äusserster Schar und Hinterrad (2 e) abziehen, mit Buchstaben ausgedrückt: V = n × w + w – 2e. Es ist somit die Entfernung A (Fig. 216 und 222) des Vorderrades von der Maschinenmittellinie:

Bauen wir mit 17 Scharen und einer Reihen weite von 12 cm Getreide an, und ist beiderseits die äusserste Schar um 18 cm von der Hinterradspurmitte entfernt, so ist der Vorderradabstand rechts und links von der Maschinenmitte:

Unter der Voraussetzung, dass das Vorderrad auf der dem Wenden vorhergegangenen Spur des Hinterrades geführt werden soll, wie das beim Anbau von Getreide vorkommt, ist auch noch:

d.h. man bekommt in einfachster Weise den Abstand, auf welchen rechts und links von der Mittellinie die Vorderräder einzustellen sind, wenn man von dem Producte aus Scharanzahl und Reihenweite die Hälfte des Hinterradstandes abzieht.

Wenn z.B. mit 17 Scharen bei einer Reihen weite von 12 cm angebaut wird, und der Hinterradstand der Maschine 228 cm beträgt, so ist:

A = 17 × 12 – 114 = 204 – 114 = 90 cm.

Zur Bestimmung des Maasses A kann auch der Ausdruck: dienen, oder wenn, wie bei Getreidesäemaschinen, sehr häufig e = 1,5 w ist, auch der Ausdruck wo dann der Vorderradstand V stets um vier Reihenweiten kleiner ist, als der Hinterradstand.

In Fig. 217, welche den Vorgang beim Anbau schematisch darstellt, sieht man nach dem Wenden das Vorderrad auf die vom Hinterrade vor dem Wenden zurückgelassene Spur eingestellt. Auf dieser Spur muss das Vorderrad geführt werden, damit beim Anschluss von Maschinenbreite auf Maschinenbreite die Reihenweite auch an der Anschlusstelle dieselbe sei, wie die, mit welcher die Maschine säet.

Abstand zwischen Vorder- und Hinterradspur (d).

Damit sich beim Anbau die Hinterradspur von der Vorderradspur gut unterscheiden lasse, ist es wünschenswerth, dass die genannten Radspuren nicht zu nahe an einander fallen. Wie weit aus einander diese beiden Spuren fallen, das hängt einestheils von den Maassen e und anderentheils davon ab, ob das Vorderrad nach dem Wenden auf seiner eigenen oder auf der Spur des Hinterrades geführt wird. In dem Falle, wo die Entfernung der äussersten Schar von der Hinterradspurmitte gleich der halben Reihenentfernung ist, wenn also in Buchstaben ausgedrückt ist, fällt die Vorderradspur mit der Hinterradspur in ein Geleise zusammen. Wenn die Entfernung der äussersten Schar von der Hinterradspurmitte kleiner ist als die halbe Reihenentfernung, wenn also in Buchstaben ausgedrückt ist, dann dienen zur Bestimmung von d die beiden Ausdrücke:

und

Die obere Formel gilt für den Fall, wo das Vorderrad auf seiner eigenen Spur, die untere für den Fall, wo das Vorderrad auf der Spur des Hinterrades geführt wird.

Ist z.B. bei Maisanbau w = 62 cm, e = 18 cm, so ist, wenn das Vorderrad nach dem Wenden auf seiner eigenen Spur geführt wird:

und wenn das Vorderrad nach dem Wenden auf der Spur des Hinterrades geführt wird:

d = w – 2 e = 62 – 36 = 26 cm.

Wenn z.B. beim Anbau von Rüben w = 48 cm, e = 18 cm, so ist, wenn das Vorderrad auf der Spur des Vorderrades läuft, d = 24 – 18 = 6 cm, wenn das Vorderrad auf jener des Hinterrades läuft, d = 48 – 36 = 12 cm.

Falls die Entfernung der äussersten Schar von der Hinterradspurmitte rechts und links mehr beträgt als die halbe Reihen weite, falls also in Buchstaben ausgedrückt: ist, so dienen zur Bestimmung der Grösse von d die beiden Ausdrücke:

und

von welchen zwei Formeln die obere wieder für den Fall gilt, wo das Vorderrad auf seiner eigenen Spur, die untere hingegen für den Fall, wo das Vorderrad auf der Spur des Hinterrades geführt wird.

Wenn, wie beim Anbau von Getreide sehr häufig, e = 1,5 w ist, so ist d = 2 w, d.h. in diesem Falle ist die Entfernung zwischen der Hinter- und der Vorderradspur |203| an jeder Seite der Maschine gleich der 2fachen Reihenentfernung, und nach dem Wenden werden die Radspuren insofern mit einander vertauscht, als das Vorderrad dann auf der Spur des Hinterrades, und das Hinterrad auf jener des Vorderrades läuft.

Wenn z.B. beim Anbau von Getreide w = 12 cm, e = 18 cm ist, so ist, wenn das Vorderrad auf seiner eigenen Spur geführt wird, d = 18 – 6 = 12 cm, und, wenn das Vorderrad auf der Spur des Hinterrades geführt wird, d = 36 – 12 = 24 cm.

Aus dem Obigen ist zu entnehmen, dass, so oft das Vorderrad auf der Spur des Hinterrades geführt wird, die Entfernung d immer zweimal so gross ist, als in den Fällen, wo das Vorderrad auf seiner eigenen Spur geführt wird. Auf das Grössenverhältniss von V und H zu einander hat nur das Maass e Einfluss, in der Art, dass wenn e grösser als ist, V kleiner ausfällt als H, und wenn e kleiner ist als dann immer H kleiner bleibt als V.

Zwischen zwei von der Maschine angebauten Maschinenbreiten, dort wo Maschinenbreite an Maschinenbreite sich anfügt, können entweder nur ein, oder zwei, oder aber auch drei Geleise fallen. Mit nur einem Geleise hat man es dann zu thun, wenn e = 0,5 w, d. i. wenn der Vorderradstand V gleich ist mit dem Hinterradstande H, wenn also Vorderräder und Hinterräder auf die gleiche Spurweite eingestellt sind, wie das bei den alten Getreidedrills ausschliesslich der Fall war. Zwei Geleise sind dann vorhanden, wenn das Vorderrad auf der Spur des Hinterrades geführt wird (wenn e = 1,5 w ist), Fig. 222. Drei Geleise fallen auf die Anschlusstelle, wenn das Vorderrad nach dem Wenden auf seiner eigenen Spur läuft (wenn ist), Fig. 221.

Wahl der Leitspur.

Da die hinteren, das Gewicht der Maschine tragenden Fahrräder, weil sie tiefer in den Boden einsinken, eine Spur hinterlassen, die sich besser ausnehmen lässt wie jene der Vorderräder, so wird gewöhnlich die Spur der Hinterräder als Leitspur benutzt. Das Vorderrad auf der Spur des Hinterrades zu führen, ist auch deshalb angezeigt, weil dann die zwei Radspuren nicht so nahe an einander fallen, dass sie eventuell nicht von einander unterschieden werden können.

Auf welche Spur wir nach dem Wenden das Vorderrad einstellen, hängt wohl auch davon ab, wie gross der Vorderradstand V ausfällt, indem das Vordersteuer handlicher ist, wenn die Vorderräder näher zusammengerückt bleiben können.

Wenn z.B. beim Anbau von Mais die Reihenweite 62 cm ist, wenn das Maass e 18 cm beträgt, die Reihenanzahl 4 ist, so wird, wenn das Vorderrad auf seiner eigenen Spur geführt wird: wenn hingegen in diesem Falle das Vorderrad auf der Hinterradspur läuft:

Es kann also, wenn das Vorderrad auf seiner eigenen Spur geführt wird, für die Seite das Vorderrad um 137 – 124 = 13 cm näher zur Maschinenmitte belassen werden, als im anderen Falle. Man wird daher unter diesen Umständen die Vorderradspur zur Leitspur nehmen.

Bestimmung der Scharanzahl zu einer gegebenen Reihenweite.

Um zu erfahren, wie viel Reihen man mit einer gegebenen Reihenweite mit der Maschine anzubauen vermag, dividirt man die Hinterradspur H durch die gegebene Reihenweite w1.

Das Resultat dieser Division (H : w1) wird sein: g + r, wobei g eine ganze Zahl, r den Rest bedeutet, welch letzterer auch, im Falle nämlich als die Division aufgeht, Null sein kann.

Die Zahl g um eine Einheit vermehrt (g + 1) gibt die Anzahl Reihen, welche mit der Maschine angebaut werden können; der Rest gehälftet gibt; die Entfernung, auf welche rechts und links die Endschare von den Fahrrädern einzustellen sind.

Ist z.B. die Spurweite der Hinterräder einer 17reihigen Säemaschine: H = 224 cm und soll mit der Maschine Mais auf 62 cm Entfernung gebaut werden, so hat man, weil 224 durch 62 zu dividiren ist: 224 : 62 = 3 + 38 cm, mithin ist 3 + 1 = 4 die Anzahl der Reihen oder Schare zum Anbau, hingegen die Entfernung, auf welche beiderseits die äussersten Schare von der Hinterradspur eingestellt werden müssen.

Ist z.B. bei Verwendung derselben Maschine und für den Anbau von Rüben die Reihenweite mit 46 cm festgesetzt, so ergibt sich bei 224 cm Hinterradspurweite

224 : 46 = 4 + 40 cm,

mithin ist die Reihen an zahl, welche mit der Maschine gebaut werden kann: 4 + 1 = 5, die Entfernung der äussersten Schare rechts und links von den Fahrrädern

Sollte die Division ohne Rest aufgehen, wie dies z.B. bei einer Reihenweite von 62 cm und einer Hinterradspurweite von 248 cm der Fall wäre (248 : 62 = 4), so schreibe man: 248 : 62 = 3 + 62 cm, d. i. man baue mit vier Scharen und setze die Endschare auf 31 cm von den Hinterrädern.

Denselben Vorgang befolge man, wenn der Rest sehr klein ausfällt, wie dies z.B. bei einer Reihen weite von 46 cm und einer Hinterradspurweite von 234 cm der Fall wäre. Es gibt nämlich 234 : 46 = 5 + 4 cm. Da man die Endschare nicht auf 2 cm von den Hinterrädern stellen wird, so nehme man 46 cm zu den 4 cm hinzu und schreibe 234 : 46 = 4 + 50 cm, baue demnach mit fünf Scharen und halte die Endschare 25 cm von den hinteren Radspuren entfernt.

Einstellbretter zum Einstellen der Saatschare.

Um die Schare mit wenig Mühe und ohne grossen Zeitverlust auf eine gegebene Reihenweite einstellen zu können, benutze man sogen. Einstell-, d. i. solche Bretter, auf welchen die Hinterradspuren, sowie die Punkte, auf welche die Schare einzustellen sind, bezeichnet erscheinen.

Beim Gebrauche sind die Hinterräder der Maschine auf die die Reifenbreite darstellenden Streifen zu stellen, die Schare hingegen sind auf jene Linien einzustellen, durch welche die Reihen markirt erscheinen.

|204|

Als Einstellbrett lässt sich jedes gehobelte, die Breite der Maschine um etwas übertreffende Brett verwenden. Auf einem solchen Brette können, nachdem die Hinterräder der Maschine darauf geschoben wurden, deren Spuren leicht angerissen und die übrige Eintheilung vorgenommen werden.

In Fig. 223 sehen wir solche Einstellbretter dargestellt, wie dieselben einer Reihenweite von 62 und 46 cm bei einer Hinterradspur von 224 cm entsprechen würden.

Textabbildung Bd. 307, S. 204

Zwecks Einstellung der Schare kann man vom Gebrauche von Einstellbrettern in dem Falle absehen, wenn die gewünschte oder gegebene Reihenweite eines von den in der weiter unten ersichtlichen Zusammenstellung angegebenen Vielfachen der engsten Reihen weite wäre, nämlich jener Reihenweite, mit welcher Getreide gebaut wird. In diesem Falle sind die überflüssig werdenden Schare von der Maschine einfach abzunehmen.



Vielfaches



4



3



4



5

6
4
3



7


8
4

9
6
3


5
4

8
4
3



7


7
4
10
6
5
3
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Reihenanzahl: 7 9 11 13 15 17 19 21 23 25 27 29 31 33
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Vielfaches
2
3
6
2
4
8
2
5
10
2
3
4
6
2
7
2
4
8
2
3
6
9
2
4
5
2 2
3
4
6
8
2
4
2
3
2
3
5
6
10
2
4

Ist die gewünschte Reihenweite eines der ober der Reihenanzahl (siehe die schematische Zusammenstellung) angegebenen Vielfachen, so bleiben die Endschare der vorderen Scharfront an ihrem Platze, ist hingegen die gewünschte Reihenweite ein von den unter der Reihenanzahl angegebenes Vielfaches der engsten Reihenweite, so bleiben die Endschare der hinteren Scharfront an ihrem ursprünglichen Orte, ebenso auch die in die Mittelrichtung der Maschine fallende Schar.

Textabbildung Bd. 307, S. 204

Eine 21reihige Maschine vorausgesetzt, ist es leicht, die Schare auf das 2-, 3-, 4-, 5-, 6- und 9fache der engsten Reihenweite einzustellen (Fig. 224). Wenn z.B. an einer solchen Maschine die Schare auf das 5fache der engsten Reihenweite einzustellen wären, so hätte man, wie dies aus Fig. 204 zu ersehen, die Endschare der Hinterfront zu belassen, wenn hingegen die Schare auf das 3fache der engsten Reihenweite einzustellen wären, so hätte man die Endschare der Vorderfront zu belassen.

Im Allgemeinen ist es, wenn n die das Vielfache der engsten Reihenweite anzeigende Zahl bezeichnet, und wenn mit dieser Zahl die Anzahl der Schare dividirt wird, von der Grösse des Restes abhängig, ob die Endschare der Hinter- oder jene der Vorderfront zu belassen sind. Bleibt die Zahl 1 als Rest (wie z.B. in dem Falle 21 : 5 = 4 + 1), so bleiben die Endschare der Hinterfront am Platze. Bleibt hingegen kein Rest, oder ist der Rest 3, so bleiben die Endschare der Vorderfront am Platze (wie in dem Falle 21 : 3 = 7).

Wenn die Einstellung auf die 5fache engste Reihenweite geschieht (Fig. 224), so bleiben die mit einem Ringe bezeichneten Schare, nämlich die Schare 1, 6, 11, 16 und 21 an der Maschine, die anderen werden abgenommen oder eventuell so hoch gehängt, dass sie den Boden nicht erreichen. Bei der Einstellung auf das 3fache der engsten Reihenweite verbleiben die mit 2, 5, 8, 11, 14, 17 und 20 bezeichneten Schare.

Textabbildung Bd. 307, S. 204

Die weiter oben angegebene Zusammenstellung für die Vielfachen der engsten Reihenweite liefert auch für den Fall einen Anhaltspunkt, wenn die Schare auf ein Vielfaches eines aliquoten Theiles der engsten Reihenweite einzustellen wären.

Wenn wir z.B. in Erfahrung bringen wollten, auf welche Vielfache der halben Reihenweite bei einer 13reihigen Säemaschine die Schare unter der Bedingung, dass die Endschare an ihren Orten verbleiben, einstellbar sind, so können wir die Sache zunächst so betrachten (Fig. 225), als hätten wir es mit einer 25reihigen Maschine zu thun, die mit der halben Reihenweite der 13reihigen anbaut; bei einer 25reihigen Maschine ist dann ein Einstellen auf das 2-, 3-, 4-, 6-, 8fache der engsten Reihenweite möglich.

Aus Fig. 225 ist ersichtlich, dass bei einer 13reihigen Maschine die Schare auf das 1,5fache der engsten Reihenweite so einzustellen sind, dass die mit 1, 7 und 13 bezeichneten Schare der hinteren Scharfront an ihrem Platze belassen werden, ebenso die mit 4 und 10 bezeichneten der |205| vorderen Scharfront. Von den Scharen der vorderen Scharfront sind die mit 2, 6, 8 und 12 bezeichneten um die Hälfte der engsten Reihenweite zu verschieben.

Aus Obigem ist zu entnehmen, dass es nicht schwer ist, die Schare einer bestimmten Reihenweite anzupassen; sollten uns hierfür auch keine speciellen Formeln bekannt sein, so wird immer eine einfache Division oder ein auf ein Stück Papier gezeichnetes Schema diesbezüglich die nöthigen Directiven geben.

(Fortsetzung folgt.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: