Titel: Zeitzünder für Minen und Geschosse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1898, Band 307/Miszelle 4 (S. 95)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj307/mi307mi04_4

Zeitzünder für Minen und Geschosse.

Dieser Zünder von F. Schuchardt und H. Baudisch in Berlin (D. R. P. Nr. 95343) besteht aus einem Cylinder, der die Gestalt einer Patronenhülse hat und wie diese unten eine Erweiterung besitzt. In diesem Cylinder ist ein Schlagbolzen verschiebbar, dessen Schraubenfeder sich einerseits gegen einen Bund des Bolzens, andererseits gegen den abnehmbaren Cylinderdeckel stützt. Der Schlagbolzen trägt an seinem unteren Ende einen Kolben, der nur den engeren Cylinder luftdicht abschliesst gegen den weiteren, aber nicht mehr abdichtet. Unten ist der Cylinder durch einen Boden abgeschlossen, der ein feines durchgehendes Loch hat. Dieses Loch kann für bestimmte Zwecke mit einer einschraubbaren Kappe verschlossen werden. Will man den Zünder in Thätigkeit setzen, so zieht man den Schlagbolzen so weit heraus, bis dessen Kolben gegen die Schraube des Bajonnetverschlusses vom Deckel stösst. Die Feder schiebt dann den Bolzen langsam bis in die Erweiterung des Cylinders vor, von wo aus der Bolzen dann schnell vorwärts schnellt und einen Zündsatz zur Entzündung bringt. Es ist nicht nothwendig, den Cylinder unten zu erweitern; man kann statt dieser Erweiterung in der Wandung eine oder mehrere Längsnuthen vorsehen oder Löcher machen, die durch einen Kanal in Verbindung stehen.

Rr.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: