Titel: Anstreichen mittels Druckluft.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1898, Band 307/Miszelle 5 (S. 95)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj307/mi307mi04_5

Anstreichen mittels Druckluft.

Das Anstreichen mittels Druckluft gewinnt in Nordamerika und besonders bei den Eisenbahngesellschaften immer mehr an Ausdehnung. Bei mehreren grossen Eisenbahngesellschaften werden daselbst die Lastwagen, die Untergestelle der Personenwagen, kurz alle Arbeiten, die nicht grössere Sorgfalt erfordern, nunmehr ausschliesslich mit Hilfe von Druckluft angestrichen. Die Sache geht in der Weise vor sich, dass der in einem Gefäss befindliche Farbstoff durch einen Schlauch zu einem Mundstück gelangt; zu letzterem wird ausserdem durch einen zweiten Schlauch Druckluft zugeleitet, welche nun, wie bei einem Injector oder bei einem Sandstrahlgebläse, den Farbstoff in einem Sprühregen auf die Fläche wirft, welche angestrichen werden soll. Die Arbeit geht sehr schnell vor sich, so dass sich das Anstreichen auf diese Art bedeutend billiger stellt, als das Anstreichen mit Pinsel. Bei einer der Eisenbahngesellschaften ergab sich nach einer Mittheilung von. Richard Lüders in Görlitz beim Anstreichen zweier gleicher Objecte: Anstreichen mit Pinsel: Aufgewendete Zeit 10 Stunden 55 Minuten; Kosten 6,78 M. Beim Anstreichen mit Apparat: Aufgewendete Zeit 3 Stunden 56 Minuten; Kosten 2,43 M. Die Ersparniss beträgt also für die Zeit 67 Proc. und für die Kosten 64 Proc. Durch die Amortisation der Anlagekosten wird die wirkliche Ersparniss etwas niedriger, man kann sie aber doch auf mindestens 50 Proc. schätzen.

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