Titel: Poliren des Aluminiums.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1898, Band 307/Miszelle 4 (S. 216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj307/mi307mi09_4

Poliren des Aluminiums.

Ueber Alqminiumpolitur theilt Alumin. World Folgendes mit: Glatte Flächen erhalten Politur durch Polirroth auf der Lederscheibe. Ein in Amerika beliebtes Polirmittel besteht aus 1 Th. Stearinsäure, 1 Th. Walkerde und 6 Th. Trippel; man benutzt es mittels eines Leder- oder Lappenballens. Durch eine schnell laufende Strahlkratzbürste kann man Sandgusswaaren einen hohen Glanz ertheilen und die durch zu heisses Metall hervorgebrachten gelben Streifen entfernen; für grössere Glätte verwendet man feine Bürsten. Das rauhe, gekörnte Aeussere, welches die Gegenstände hierbei erhalten, bringt oft einen gefälligen Eindruck hervor. Zum Poliren von Hand wird eine Mischung von Vaseline mit Kerosinöl oder eine Lösung von 35 g Boraxpulver in 1 l heissem, mit einigen Tropfen Ammoniak versetztem Wasser gebraucht. An der Drehbank soll es von Vortheil sein, wenn der Polirer mit den Fingern der linken Hand ein mit genannter Mischung angefeuchtetes Stück Flanell gegen das zu polirende Stück drückt; letzteres bedarf des Schmierens um so mehr, je schneller gedreht wird. Die Reinigung von Fett und Schmutz geschieht am besten durch Eintauchen in Benzin. Um die dem Aluminium eigene, schön weisse Farbe hervortreten zu lassen, soll man das Aluminiumstück in eine starke Lösung von Aetznatron oder Aetzkali tauchen, es darauf in ein Bad, das aus 2 Th. concentrirter Salpetersäure und 1 Th. concentrirter Schwefelsäure besteht, bringen, dann in reine Salpetersäure und schliesslich in durch Wasser verdünnten Essig. Nach einem Abspülen durch Wasser trocknet man in heissen Sägespänen und polirt noch, soweit nöthig, mit dem Polirstahl.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: