Titel: Galvanische Gold-Aluminiumüberzüge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1898, Band 307/Miszelle 2 (S. 299–300)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj307/mi307mi13_2

Galvanische Gold-Aluminiumüberzüge.

Die Chemisch-Technische Anstalt für Metallindustrie in Berlin, Swinemünderstrasse 91, liefert galvanische Goldbäder zum Vergolden von Metallen. Diese neue Vergoldung besteht hauptsächlich darin, dass reine Aluminiumsalze gelöst und in der Lösung mit Alkalien neutralisirt werden.

Setzt man dieser alkalischen Aluminiumlösung etwas Goldcyanür zu, so erhält man zunächst silberweisse, durch einen grösseren Zusatz aber hochgelbe Gold-Aluminiumüberzüge. Diese Ueberzüge sind hart, in Folge dessen sehr politurfähig und in der Politur unveränderlich.

Es können in den beschriebenen Aluminium-Goldbädern auch alle andere Goldfärbungen bezieh. Legirungen galvanisch gefällt werden. So erhält man z.B. durch einen geringen Zusatz von Kupfercyanür feurigröthliche, durch einen geringen Zusatz von Cadmiumcyanür hellere und rosenrothe Legirungen; man hat es also in der Gewalt, durch bestimmte Zusammensetzung des Bades beliebige Vergoldungen zu erzielen.

Die neue Vergoldung kann zum Decoriren von Metallwaaren jeder Art, sowie zum Plattiren von Bijouteriewaaren benutzt werden, indem die, in diesem Goldbade vergoldeten |300| Waaren mindestens ebenso haltbar sind, als die mechanisch plattirten sogen. Doubléartikel.

Durch die Neuerung wird an Gold gespart und auch eine schöne, dauerhafte Vergoldung erzielt. (Metallarbeiter, Nr. 16.)

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