Titel: Goldgewinnung mittels übermangansauren Kalis.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1898, Band 308/Miszelle 2 (S. 269)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj308/mi308mi13_2

Goldgewinnung mittels übermangansauren Kalis.

In den Golddistricten Neuseelands wird, wie das Patentbureau von M. Ehrenbacher in Berlin berichtet, das Permanganat in der Weise angewendet, dass man das goldhaltige, fein gemahlene Gestein zunächst mit Seesalz und Schwefelsäure mischt und dann die Manganatlösung zusetzt. Die Wirkung geht in der Weise vor sich, dass die Schwefelsäure zunächst mit dem Seesalz Salzsäure bildet, aus welcher dann der Sauerstoff des übermangansauren Kalis das Chlor frei macht. Dieses verbindet sich im Augenblick der Entstehung mit dem Golde zu löslichem Goldchlorid. – Die neue Methode hat vor der sonst üblichen Cyan- oder Amalgamirmethode viele Vorzüge. Einestheils benutzt dieselbe unschädliche und wohlfeile Mittel, anderentheils ergibt sie eine fast völlige Ausbeute des Goldgehaltes der Erze. Ein günstiger Umstand ist, dass das Verfahren auch die Verarbeitung von kupferhaltigen Golderzen zulässt, wo das Cyanverfahren nicht anwendbar ist. Eine Goldmine zu Mount-Morgan, Neu-Queensland, erzielte mit dem Manganverfahren eine Ausbeute von 95 Proc., und zwar an Erzen, die nach der Cyanmethode nur 20 Proc. ergaben; das Goldgestein enthielt nebenbei noch Kupfer, Eisen, Antimon und Mangan.

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