Titel: Zur Prüfung der Butter auf Tuberkelbazillen
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1898, Band 308/Miszelle 5 (S. 269–270)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj308/mi308mi13_5

Zur Prüfung der Butter auf Tuberkelbazillen

gibt Dr. A. Klaiber in der Schweiz. Wochenschrift für Chemie und Pharm. folgende Anleitung:

Etwa 2 bis 4 g Butter werden in ein Reagenzglas gebracht, welches nachher zu ¾ mit Wasser gefüllt und in ein Wasserbad von 50° gestellt wird, bis das Fett vollständig geschmolzen ist. Hierauf wird das Reagenzglas mit einem Pfropfen oder eingeschliffenem Glasstöpsel verschlossen, einige Male durchgeschüttelt, damit sich die vorhandenen Tuberkelbazillen von |270| den Fettröpfchen trennen, und dann mit dem Pfropfen nach unten an die Wärme gestellt, bis sich das Fett wieder vollständig ausgeschieden hat. Nun wird das Gläschen an die Kälte gestellt, bis das Butterfett wieder erstarrt ist. Das Röhrchen wird dann sorgfältig umgedreht, der Inhalt abgegossen und centrifugirt oder zur Sedimentirung in ein Spitzglas gebracht. Das etwa noch vorhandene Fett sammelt sich dann an der Oberfläche; so gelangen nur Spuren davon auf das Deckglas. Um der Vermehrung anderer Bakterien und der Gerinnung des im Waschwasser noch vorhandenen Caseϊns vorzubeugen, kann man noch etwas Formalin zusetzen. – Nach dem Ausschleudern oder nach etwa 12- bis 24stündiger Sedimentirung werden aus dem Bodensatz Deckglaspräparate in üblicher Weise gefertigt.

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