Titel: Prüfung des Heizwerthes von Kohle mit Röntgen'schen Strahlen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1898, Band 309/Miszelle 2 (S. 252)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj309/mi309mi13_2

Prüfung des Heizwerthes von Kohle mit Röntgen'schen Strahlen.

Eine Entdeckung von grosser Tragweite soll nach Industries and Iron Caryl D. Haskins in Philadelphia gemacht haben, wonach sich der Brennwerth der Kohle durch eine Untersuchung mit Röntgen'schen Strahlen leicht ermitteln lässt. Der Brennwerth der Kohle steht in einem zuverlässigen Zusammenhang mit dem Aschengehalt derselben. Eine Kohle, die viel Asche zurücklässt, hat einen verhältnissmässig geringen Gehalt an brennbaren Bestandtheilen und umgekehrt. Eine Bestimmung des Aschengehaltes der Kohle kann nun mit ziemlicher Genauigkeit bei einer Durchleuchtung mit Röntgen'schen Strahlen gewonnen werden. Der Schatten, den ein Stück Kohle von gegebener Grösse und Dicke auf dem fluorescirenden Schirm hervorruft, steht hinsichtlich seiner relativen Tiefe in directem Zusammenhang mit der Menge des ascheerzeugenden Stoffes der in dem Kohlenstück enthalten ist. Wenn man nun von einer Reihe von Kohlenproben, deren Aschengehalt bekannt ist, den Schatten daneben auf den Schirm fallen lässt, so kann man leicht ermitteln, welcher dieser Proben die zu untersuchende Kohle in ihrer Zusammensetzung am nächsten steht. Man kann durch dieses Verfahren, das an die Bestimmung des Zuckergehaltes der Rüben durch das Polariskop erinnert, sofort den Aschengehalt der Kohle auf den Centner mit einer ziemlichen Genauigkeit angeben, ohne erst Heizversuche anstellen zu müssen. (Die Brauchbarkeit des Verfahrens bedarf jedenfalls einer Bestätigung durch sorgfältige Versuche. D. R.)

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