Titel: Eingesandt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1898, Band 309/Miszelle 3 (S. 252)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj309/mi309mi13_3

Eingesandt.

Technische Hochschule Karlsruhe. Die in den letzten Jahren ausgeführten, zum Theil grossartigen Neubauten können nunmehr als vollendet bezeichnet werden. Der sogen. Aulabau mit der grossen prachtvoll geschmückten Aula (im decorativen Theil eine Stiftung von Freunden, Gönnern und zahlreichen ehemaligen Studirenden) nimmt im unteren Stockwerk die mathematischen und graphischen Fächer, sowie die Zoologie und Kunstgeschichte auf, während der ganze obere Stock der Abtheilung für Architektur zugewiesen ist. – In einem besonderen freistehenden Bau ist die Elektrotechnik untergebracht, die sich – ausser durch zahlreiche sonstige zweckmässige Einrichtungen – namentlich durch ihren geräumigen Maschinensaal vortheilhaft auszeichnet. – Ein dritter freistehender Bau ist für das Botanische Institut bestimmt, an das sich noch ein besonderer Versuchsgarten anschliesst.

Die Neubauten des grossen chemischen Laboratoriums und der elektrischen Centrale, mit denen in nächster Zeit begonnen wird, werden die Gesammtanlage vollenden, die in ihren vielen Haupt- und Unterabtheilungen mit ihren neuzeitigen rationellen Einrichtungen den weitgehendsten Ansprüchen gerecht zu werden geeignet ist.

Chemisches Laboratorium zu Wiesbaden. Im Sommersemester 1898 war das Laboratorium von 38 Studirenden besucht. Der Heimath nach vertheilen sich dieselben wie folgt: Aus dem Deutschen Reich waren 26, aus Oesterreich 3, aus England 4, aus Brasilien 2, aus Luxemburg, aus Russland und aus Bulgarien je 1. Assistenten waren im Unterrichtslaboratorium 3 und in den Versuchsstationen (Untersuchungslaboratorien) 23 thätig.

In dem Lehrkörper der Anstalt sind Veränderungen nicht vorgekommen. Demselben gehören ausser den Directoren, den Herren Prof. Dr. H. Fresenius, Prof. Dr. W. Fresenius und Prof. Dr. E. Hintz, noch an die Herren Dr. med G. Frank, Dr. W. Lenz, Dr. L. Grünhut und Architekt J. Brahm.

Am 25. und 26. Mai 1898 konnte das Laboratorium die Feier seines fünfzigjährigen Bestehens unter allseitiger lebhafter Antheilnahme begehen. Der Anstalt ist die Weitergewährung der Staatssubvention zugesichert und auch die Berechtigung zur praktischen Ausbildung von Nahrungsmittelchemikern für die Hauptprüfung unter der gegenwärtigen Leitung wieder ertheilt worden.

Ausser wissenschaftlichen Arbeiten wurden im Sommersemester 1898 zahlreiche Untersuchungen im Interesse des Handels, der Industrie, des Bergbaus, der Landwirthschaft, der Gesundheitspflege, der Justiz und der Verwaltung in den Versuchsstationen (Untersuchungslaboratorien) ausgeführt. – Das nächste Wintersemester beginnt am 17. October d. J.

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