Titel: Zur Weltausstellung in Paris 1900.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1899, Band 313/Miszelle 2 (S. 30)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj313/mi313mi02_2

Zur Weltausstellung in Paris 1900.

Auf der nächstjährigen Weltausstellung in Paris gelangt bekanntlich ein System zur strengsten Durchführung, dessen Spuren wohl auch bei früheren Gelegenheiten gleicher Art zu erkennen gewesen sind, das jedoch im vorliegenden Falle von vornherein als grundlegend angesehen worden ist. Nicht die Trennung nach den einzelnen beteiligten Staaten gilt als erste Norm für die Aufteilung des für die Schaustellung verfügbaren Platzes, sondern es werden die einzelnen Industriezweige als Gruppen erscheinen, in denen die Erzeugnisse Frankreichs und seiner Gäste zusammengestellt werden. Das Fertigprodukt und die erzeugende Maschine müssen demgemäss in die zugehörige Gruppe eingereiht werden und es folgt, dass ein Staat unter Umständen, je nach seiner Leistungsfähigkeit, auf mehr als 20 verschiedenen, räumlich voneinander getrennten Stellen auftreten wird.

Unter dem 1. Oktober 1898 hat Génie civil nun einen Plan veröffentlicht, welcher den für den allgemeinen Maschinenbau und die Elektrizität auf dem Marsfeld im Erdgeschoss reservierten Platz wiedergibt, auf der Seite der Avenue de la Bourdonnais für die französischen, auf der anderen Seite für die andersstaatlichen Aussteller. Es gelangen hier programmgemäss auch die elektrischen Zentralen, Lokomobilen, Gasmotoren, hydraulische Motoren, Hebezeuge, Werkzeugmaschinen u.s.w. zur Schaustellung. Die Verteilung dieses Teiles des Palastes auf dem Champ de Mars unter den ausstellenden Staaten verbildlicht der beistehende Plan. Es sei gleich beigefügt, dass derselbe nur auf das Erdgeschoss Bezug hat, im übrigen auch ein Bild von der Platzverteilung im allgemeinen nicht gibt, weil die Summe natürlich von den Plätzen in den anderen Gruppen, sowie in den Sondermaschinenhallen beeinflusst wird. Immerhin ist ersichtlich, dass Deutschland sich in der 30 m-Galeriehalle an würdiger Stelle repräsentieren wird. Beiläufig sei darauf hingewiesen, dass in dieser Halle ein deutscher Kran von 25 t Tragkraft, 26 m Spannweite und 12,5 m Hubhöhe arbeiten wird, dem als Seitenstück nur ein französischer Montage-Schwenkkran auf der anderen Seite gegenüber zu stehen kommt.

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