Titel: Backsteinmassstab mit Fugenteilung und Steinmasstabellen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1899, Band 314/Miszelle 3 (S. 64)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj314/mi314mi04_3

Backsteinmassstab mit Fugenteilung und Steinmasstabellen.

Beim Entwerfen in Schule und Baubureau wird vielfach noch das „Steinmass“, das dem praktischen Architekten längst als selbstverständlich gilt, nicht beachtet, weil es bisher immer eine gewisse Mühe machte: alle Masse auf Steinlängen auszurechnen. Die Folge davon ist, dass solche Bauten, wenn sie fertig sind, nicht mit den Entwürfen übereinstimmen, weil der Maurer die vorgeschriebenen Masse nicht innehalten konnte. Der nebenstehend abgebildete Backsteinmassstab von Ad. Henselin in Berlin macht das mühevolle Ausrechnen auf Steinlängen überflüssig.

Textabbildung Bd. 314, S. 64

Neu ist an diesem durch Gebrauchsmuster geschützten, auf Kartonpapier in einer handlichen Grösse von ca. 73 . 400 mm hergestellten, im Verhältnis 1 : 25, 1 : 50 und 1 : 100 verjüngten Massstabe, dass er ausser der bekannten Meter- und Schichtenteilung an einer Seite, an der anderen Seite eine Kopfteilung (je 13 cm) mit angrenzender besonderer Meterteilung enthält und dass im Raum zwischen diesen beiden Skalenpaaren zwei, beim Entwerfen sehr nützliche Tabellen, nämlich die Steinlängen- und die Schichtenhöhenmasse, angeordnet sind, so dass man Skalen und Tabellen bequem übersehen und zusammen benutzen kann.

Mit diesem Backsteinmassstabe wird das Entwerfen im Steinmass deswegen sehr vereinfacht, weil man an der Kopfskala (an der rechten Seite der Abbildung) nicht nur die Kopflänge und Kopfzahl direkt messen und ablesen kann, sondern auch noch die Meterlänge erkennt, da die Meterskala daneben liegt. Besonders wichtig aber ist, dass ausserdem noch das genaue Steinmass jeder Kopfzahl für die drei verschiedenen Fälle:

1. Aussenmass, 2. Vorlage oder Achse und 3. Oeffnung, aus der ebenfalls angrenzenden Tabelle entnommen und sofort in die Zeichnung geschrieben werden kann. Man misst also z.B. statt 1,05 m einfach 8 Köpfe ab und schreibt 1,05 m ein. Auch bei Backsteinrohbaufassaden und überall, wo Lager- und Stossfugen zu zeichnen sind, z.B. in Fachschulen, wird der Backsteinmassstab viel Zeit und Mühe sparen und zu grösserer Genauigkeit verhelfen, denn seine Skalen sind ausserordentlich übersichtlich und fein geteilt. Die Rückseite des Massstabes ist mit einer ausführlichen Beschreibung bedruckt.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: