Titel: Bohrungen von Panzerplatten grosser Stärke mittels Elektrizität.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1901, Band 316/Miszelle 3 (S. 114)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj316/mi316mi07_3

Bohrungen von Panzerplatten grosser Stärke mittels Elektrizität.

Bei dem Anschiessen der 30,5-cm-Turmgeschütze der Panzer „Sebastopol“ und „Poltawa“ der russischen Ostseeflotte zu St. Petersburg hatten die Geschütztürme Havarien, die es wünschenswert erscheinen liessen, einen Teil des bis 30 cm starken Turmpanzers abzuschneiden. Der Panzer bestand aus Stahlplatten, nach dem System des amerikanischen Prof. Harvey an der Oberfläche gehärtet, und in Anbetracht der grossen Widerstandsfähigkeit dieser Metallkonstruktion entschloss man sich, die Beseitigung der gewünschten Teile mittels elektrischer Lochbohrung vorzunehmen. Diese Bohrungen gelangen nur teilweise, und ausserdem stellte sich heraus, dass um die gebohrten Löcher das Panzermaterial erweicht wurde. Man blieb schliesslich doch bei dem Verfahren, obwohl durch dasselbe die Widerstandsfähigkeit der Geschütztürme genannter Schiffe vermindert wurde.

F. E.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: