Titel: Linienschiff „Borodino“.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1901, Band 316/Miszelle 4 (S. 756)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj316/mi316mi47_4

Linienschiff „Borodino“.

„Borodino“, ein Linienschiff der russischen Ostseeflotte von 13560 t Wasserverdrängung, ist auf der Admiralitätswerft zu St. Petersburg am 9. September vom Stapel gelassen worden. Es ist dieser Bau deshalb bemerkenswert, weil das Schiff wenig mehr als ein Jahr gebraucht hat, um zu Wasser gebracht zu werden. Die Kiellegung erfolgte erst am 24. Mai des Vorjahres, so dass „Borodino“ 15 Monate auf der Werft gelegen hat, ein Beweis, dass die russischen Etablissements durchaus auf der Höhe der Zeit heute stehen, wenngleich Russland noch sehr viel Material vom Ausland bezieht und vollständige Schiffe von Frankreich, Deutschland, Dänemark und den Vereinigten Staaten kauft. Zum Vergleich der Leistungen der russischen Werft an „Borodino“ sei erwähnt, dass von deutschen Linienschiffen „Zähringen“ auf der Germaniawerft Gaarden bei Kiel am 21. November 1899 begonnen wurde und am 12. Juni 1901 ablief, während die zuletzt abgelaufene „Schwaben“, am 19. August zu Wasser gelassen, erst im Herbst 1900 in Bau auf der Kaiserlichen Werft zu Wilhelmshaven genommen wurde, also kaum ein Jahr brauchte. Das dritte Schwesterschiff, „Wettin“, kam bei F. Schichau in Danzig am 10. Oktober 1899 auf Stapel und lief am 6. Juni 1901 ab, das vierte, „Wittelsbach“, zu Wilhelmshaven, brauchte bis zum Stapellauf vom 30. September 1899 bis zum 3. Juli 1900, mithin noch nicht ¾ Jahre; eine hervorragende Leistung.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: