Titel: Vergütung von Stahl nach dem Coffin-Prozess.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 2 (S. 15)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi01_2

Vergütung von Stahl nach dem Coffin-Prozess.

In der Revue de Méc. berichtet M. J. Oudet, dass beim amerikanischen Lokomotivenbau wichtige Maschinenteile, wie Achsen, Kurbelzapfen und Kolbenstangen häufig dem sogenannten „Coffin-Prozess“ unterworfen werden, durch den die Sprödigkeit des Stahles erheblich gemindert werden soll. –

Ein ähnliches Verfahren ist in Frankreich unter der Bezeichnung „Doppelhärtung“ (double trempe ou trempe suivie de recuit) gebräuchlich. – Der bis auf Gelbhitze erwärmte Stahl wird hierbei schnell bis zur Dunkelrotglut abgekühlt, worauf man ihn langsam erkalten lässt. Die rasche Abkühlung bis auf Dunkelrotglut wird dadurch erzielt, dass man die aus dem Ofen kommenden Maschinenteile mittels geeigneter Vorrichtungen in Kästen taucht, in denen sie allseitig von Wasserstrahlen getroffen werden.

Festigkeitsprüfungen, die M. Pommeroy von der Cambria Iron Steel Company mit Achsen, die nach dem „Coffin-Prozess“ behandelt wurden, anstellte, zeigten nachstehende Ergebnisse:


ursprünglich
Nach der
Behandlung
Elastizitätsgrenze kg/qmm 21 31
Zugfestigkeit kg/qmm 50 51
Dehnung % 24 24
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