Titel: Eine Verbesserung an Wasserreinigungs-Apparaten
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 5 (S. 15–16)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi01_5

Eine Verbesserung an Wasserreinigungs-Apparaten

wird in der Zeitschrift „Licht und Wasser“ 7. Jahrgang No. 43 beschrieben. Bei den jetzt in Gebrauch befindlichen Apparaten wird die das Reinigungsmittel enthaltende Flüssigkeit selbstthätig durch ein am Boden des Vorratsbehälters befindliches Ventil in das Reinigungsgefäss abgelassen, und zwar wird dies Ventil eben |16| solange geöffnet, wie das für das Rohwasser. Es liegt nun auf der Hand, dass der Zufluss des Reinigungsmittels bei gleicher Oeffnungszeit des Ventils grösser sein wird, wenn das Vorratsgefäss bis obenhin gefüllt ist, als wenn es nahezu leer ist. Da der Zufluss des Rohwassers aber stets annähernd konstant bleibt, so ist naturgemäss die Reinigung des Wassers keine gleichmässige. Diesem Uebelstand hilft die in Fig. 1 dargestellte Anordnung in einfachster Weise dadurch ab, dass sich unterhalb des Chemikaliengefässes A ein kleineres Gefäss B befindet, in welchem durch einen Schwimmer a der Flüssigkeitsstand auf konstanter Höhe gehalten wird. Aus diesem Gefäss tritt dann die Reinigungsflüssigkeit durch das Ventil c in das Gefäss C, wo sie mit dem Rohwasser in Berührung kommt. Das Ventil c ist ebenso wie das Wasserzuflussventil d durch Stangen mit dem Hebel des Schwimmers e verbunden. Jede Bewegung des Schwimmers e wird also direkt auf die beiden letzterwähnten Ventile übertragen, sodass sie gleichmässig und gleich lange geöffnet und geschlossen werden. Da der Wasserdruck im Zuleitungsrohr h stets derselbe ist und die Flüssigkeitssäule in B auch konstant bleibt, ganz unabhängig davon, wie weit A gefüllt ist, so stehen die Mengen des Rohwasser- und Reinigungsmaterials immer im gleichen Verhältnis, und somit ist auch eine Gleichmässigkeit der Wasserreinigung gewährleistet.

Textabbildung Bd. 318, S. 16

Dr. Hgr.

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