Titel: Ein neuer Rost,
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 8 (S. 16)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi01_8

Ein neuer Rost,

Textabbildung Bd. 318, S. 16

der von Otto Nicolai konstruiert wurde, wird in der „Thonindustriezeitung“, 26. Jahrg. No. 139 S. 1845 beschrieben. Er zeichnet sich dadurch aus, dass seine einzelnen Stäbe langsam gedreht werden, wodurch die Asche in den Aschenfall befördert wird, ebenso wie die Schlacke und somit ein Verstopfen des Rostes durch Asche und geschmolzene Schlacke vermieden wird. Wie der in Fig. 1 dargestellte Querschnitt des Rostes zeigt, haben die in geeigneter Entfernung angeordneten Roststäbe zylindrische Form und sind mit Längsnuten a zur Aufnahme von Schlacke und Asche versehen. Diese Nuten sind, was wesentlich ist, gegen einander versetzt, sodass bei der Drehung der Stäbe die Nuten zweier nebeneinanderliegender Roststäbe sich niemals direkt gegenüber stehen und so durch Verbreiterung des zwischen den Stäben befindlichen Zwischenraumes auch grösseren Kohlenstückchen Gelegenheit gegeben würde, hindurch zu fallen. Der Antrieb der Stäbe geschieht durch Zahnräder und zwar soll die Drehrichtung der sämtlichen Stäbe dieselbe sein, was damit erreicht wird, dass man die Zahnräder in zwei Reihen anordnet. Den Antrieb des ersten Zahnrades besorgt eine Schnecke oder auch ein Exzenter gemeinsam mit einer Sperrklinke. Bei der Verwendung von Stückkohle als Feuerungsmaterial ist es nötig, die Drehrichtung der Stäbe von Zeit zu Zeit umzukehren, damit die Kohlen nicht seitlich verschoben werden. Die Zugleiter b bestehen aus geraden Stäben, denen die Aufgabe obliegt, die eintretende Luft vorzuwärmen und vor allen Dingen ein Verbiegen des Rostes zu verhindern.

Dr. Hgr.

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