Titel: Eingesandt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 2 (S. 144)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi09_2

Eingesandt.

(Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.)

Das studentische Arbeitsamt der Wildenschaft der Technischen Hochschule zu Berlin besteht nunmehr 1 ½ Jahre. In diesem Semester hat es bisher über 100 Angebote erhalten, von denen 64% besetzt wurden. Die überwiegende Mehrzahl der vermittelten Stellen war technischer Art, unter ihnen eine nicht unerhebliche Anzahl von Anfangsstellungen. Der Rest umfasst Nachhilfestunden, literarisch-technische Arbeiten und Uebersetzungen in fast allen europäischen Sprachen. An Studierenden meldeten sich insgesamt 710 seit Bestehen des Arbeitsamtes, von denen rund 26% berücksichtigt werden konnten. Am stärksten beteiligt sind daran die Maschineningenieure, ihnen schliessen sich an die Chemiker, Hüttenleute, Architekten und Bauingenieure. Obige Zahlen lassen erkennen, dass die Einrichtung des Arbeitsamtes einem vorliegenden Bedürfnisse entsprach. In weiteren Kreisen der Industrie hat sich das Studentische Arbeitsamt schon gut eingeführt, indem in den meisten Fällen die Aufträge durch geeignete Besetzung erledigt werden konnten. Die Vermittlung geschieht bekanntlich unentgeltlich. Der Erfolg, den das Arbeitsamt bisher zu verzeichnen hatte, ist nicht zum wenigsten der grossen Unterstützung seitens des „Vereins Deutscher Ingenieure“, sowie dem Entgegenkommen zahlreicher Fach- und Tageszeitungen zu verdanken.

„Zur Theorie der Kühlverfahren von Linde, Siemens & Mix mittels Kaltluftmaschine.“

Es dürfte sich empfehlen, wenn noch die Versuche von Joule erwähnt werden, welche im „Philosophicae Magazine“, III, Vol. XXVI, Jahrg. 1845, auf S. 369 ff (speziell auf S. 376 ff) veröffentlicht sind, die deutsch übersetzt sind inSpengel, das mechanische Wärmeäquivalent von James Prescott Joule, Braunschweig 1872 bei Vieweg & Sohn; auch Müller-Pouillet berichtet hierüber in seinem „Lehrbuch der Physik“, Bd. II S. 896, Braunschweig 1868.

Ferner sind an mich verschiedene Anfragen gerichtet worden, die zwar alle im grossen und ganzen mit einander konvergieren, ich aber ausser Stande bin, jede einzelne brieflich zu beantworten. Daher möchte ich die Herren Einsender ersuchen, aus den nachstehenden Ausführungen die Antworten zu entnehmen. Da wohl die Beantwortung der Anfrage des Herrn Ingenieur Paul Freygang, Dresden-A., ein allgemeines Interesse haben dürfte, so sei dieselbe im nachstehenden wiedergegeben:

„.......Ich habe die Absicht, ein mit der Atmosphäre in Verbindung stehendes, heisse Gase enthaltendes Gefäss durch darin expandierende flüssige Kohlensäure thunlichst schnell zu kühlen, und wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir gefl. angeben wollten, ob hierfür eine Kühlung durch Eis, welches – nach den Angaben auf einer Beilage zu dem Prospekt der Gesellschaft für Lindes Eismaschinenbau über deren Luftverflüssigungsmaschinen – den gleichen Kühleffekt geben soll wie flüssige Luft, vorzuziehen sein würde“

Hierzu bemerke ich folgendes:

Ein positiver Rat lässt sich in diesem Falle nur geben, wenn mitgeteilt wird, bis auf welche Temperatur abgekühlt werden soll. Soll nur bis auf die Atmosphärentemperatur abgekühlt werden, so ist Eis resp. Eiswasser das gegenwärtig vorteilhafteste Kühlmittel; auch Brunnenwasser dürfte ausreichen.

Dr. Berkitz.

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