Titel: Neudörffers Patent-Zentralschmierpumpe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 6 (S. 224)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi14_6

Neudörffers Patent-Zentralschmierpumpe.

Die Vorzüge der selbsttätigen Oelschmierung von Maschinen, besonders von Motoren mit hocherhitzten Betriebsmitteln, als Heissdampfmaschinen, Gas–, Petroleum- und Benzinmotoren sind hinreichend bekannt, sodass es erübrigt, sie an dieser Stelle besonders hervorzuheben. Von ihrer weitverbreiteten Anwendung zeugen die zahlreichen Konstruktionen von Schmierpumpen. Bei der Verschiedenartigkeit in der Bewegungsgeschwindigkeit und Belastung der an einer und derselben Maschine zu schmierenden Teile gebietet die Forderung möglichst sparsamen Aufwandes an Schmiermitteln, dass jede einzelne von der Zentralschmiervorrichtung ausgehende Leitung der an der betreffenden Verbrauchsstelle erforderlichen Oelmenge entsprechend gespeist wird, und dass diese Speisung auch während des Betriebes geregelt werden kann.

Um diese Aufgabe in möglichst zweckmässiger, einfacher Weise zu erzielen, ordnet Neudörffer bei seiner Patent-Zentralschmierpumpe für jede Leitung eine besondere Pumpe an, die derart eingerichtet sind, dass der Kolbenhub jeder einzelnen Pumpe durch eine einfache Stellvorrichtung während des Betriebes der gewünschten Oelzufuhr entsprechend zu regeln ist.

Fig. 1 zeigt die Ansicht der gefällig aussehenden Vorrichtung und Fig. 2 einen Schnitt, aus dem die Einzelheiten der Konstruktion zu ersehen sind.

Textabbildung Bd. 318, S. 224
Textabbildung Bd. 318, S. 224

Der Apparat besteht aus einem Oelbehälter, in dessen unterem Teile eine Exzenterwelle gelagert ist, die in beliebiger Weise angetrieben wird und sämtliche Pumpenkolben unmittelbar betätigt. Die letzteren sind paarweise hintereinander angeordnet und zwar entsprechend der Anzahl der zu speisenden Oelleitungen. Der Pumpenkolben-Rücklauf erfolgt durch Federkraft (s. Fig. 2), und die Einstellung der Kolbenhübe je nach der erforderlichen Oelmenge mittels Stangen, die durch den Oelbehälter hindurchgehen. Hierbei sind die gewählten Hubgrössen an Zeigern und Skalen mit 6 Unterteilungen auf dem Deckel des Behälters abzulesen.

Geliefert wird der Apparat in beliebiger Grösse von Neudörffer & Co., Anfertigung von Armaturen und Apparatenbau, Stuttgart.

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