Titel: Eine eigenartige Verwendung des Gasteers
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 3 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi15_3

Eine eigenartige Verwendung des Gasteers

sucht nach einer Mitteilung im The scientific American Vol. LXV No. 1398 der Distriktsingenieur von Lugo, bei Ravenna in Italien, G. Bimini in die Wege zu leiten. Wohl veranlasst durch die in Amerika gemachten Versuche, die Strassen durch Behandeln mit Rohpetroleum staub- und schmutzfrei zu machen, benutzte er den Gasteer zu diesem Behufe. – Er stellte die Versuche an zwei Stellen der Chaussee seines Distriktes an, an denen der Verkehr ein besonders lebhafter ist und fand, dass die Ergebnisse die Erwartungen in jeder Hinsicht übertrafen. Die mit dem Teer behandelten Strecken bedeckten sich bald mit einer harten, fest zusammengebackenen Schicht, die es nur mit Mühe zu durchbohren gelingt. Dieselbe ist völlig staubfrei und das Regenwasser fliesst von ihr ab, ohne eindringen zu können, sodass natürlich auch kein Schmutz gebildet werden kann. Die Farbe des Bodens gleicht der eines recht dunklen Sandes. – Es bedarf selbstverständlich noch weiter ausgedehnter Versuche, sowohl was Länge der Strassen als auch der Zeit anbelangt – die erwähnten Versuche erstrecken sich auf ca. 1000 m und die Dauer eines Jahres – ehe eine endgiltige Entscheidung über die allgemeine Anwendbarkeit dieses interessanten Verfahrens gefällt werden kann; zudem müsste wohl auch erst die Kostenfrage in befriedigender Weise gelöst werden.

Dr. Hgr.

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