Titel: Zuschriften an die Redaktion.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 1 (S. 288)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi18_1

Zuschriften an die Redaktion.

(Unter Verantwortlichkeit der Einsender.)

Sehr geehrte Redaktion!

Die in den Heften 12 und 14 veröffentlichte Studie über Reaktionstürme des Herrn Dr. Gustav Rauter ist eine sehr dankenswerte und unparteiische Darstellung der bei solchen Türmen verwendeten Füllkörper. Nur gegen eine Unterlassung möchte ich mir eine Bemerkung gestatten.

Auf Seite 183 gibt Rauter als Zweck der trichterförmigen Ränder in den Durchbohrungen der Hohl kugeln den an, dass die Flüssigkeit bequemer in das Kugelinnere eintreten könne. Das ist nun nicht deren Aufgabe, sondern die Bildung eines Flüssigkeitsvorrates, welcher den aufsteigenden Gasen sich darbietet und die Diffusion befördert. Hohlkugeln sind auch nicht als Schlammfänger gedacht; es ist unrationell, schlammige Flüssigkeiten oder staubige Gase durch solche Türme gehen zu lassen, beide können, wenn nötig, vorher filtriert werden.

Es ist schade, dass Rauter seine Studie nicht auf die anderen Füllungen von Türmen, z.B. Platten, ausgedehnt hat; es wäre dies sehr lehrreich gewesen.

London, 7. April 1903.

Hochachtungsvoll

Oscar Guttmann.

Zu vorstellenden Aeusserungen von Herrn Oscar Guttmann erlaubt sich der Verfasser des Aufsatzes zu bemerken, dass er allerdings nicht der Ansicht ist, dass die Guttmannschen Hohlkugeln als Schlammfänger dienen sollen, sondern dass sie als solche dienen können. Guttmann selber gibt ja auch richtig an, dass es empfehlenswert ist – und demnach auch nötig sein wird – staubhaltige Gase vor Eintritt in mit Hohlkugeln gefüllte Türme zu filtrieren.

Was den weiteren Wunsch nach einer Ausdehnung der bisher veröffentlichten Studien auch auf andere Systeme zur Füllung von Reaktionstürmen anbetrifft, so ist eine solche allerdings in Aussicht genommen, wie auch auf Seite 180 des Aufsatzes angedeutet. Das Erscheinen dieser Fortsetzung wird aber verschiedener Umstände halber kaum vor Ende dieses Jahres erfolgen können.

Charlottenburg, den 15. April 1903.

Dr. Gustav Rauter.

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