Titel: Parsons Turbine in der deutschen Marine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 6 (S. 351)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi22_6

Parsons Turbine in der deutschen Marine.

Die in Berlin zur Verwertung von Parsons Turbinen für Schiffszwecke gegründete Gesellschaft „Turbinie, deutsche Parsons Marine A.-G.“ veröffentlicht in der Tagespresse die Nachricht, dass sie von Schichau in Elbing und dem „Vulkan“ in Stettin Aufträge für zwei grosse Turbinenanlagen zum Betrieb von Schiffen erhalten hat. Die eine Turbinenanlage von 5000 i. PS ist für ein Boot der bei Schichau im Bau befindlichen Keine grosser Torpedoboote bestimmt, die andere mit einer Leistung von 10000 i. PS für den vom „Vulkan“ zu erbauenden kleinen Kreuzer „Ersatz Merkur.“ Es sind dieses die ersten Schiffe unserer Kriegsmarine, die statt der bisher allgemein gebräuchlichen Kolbenmaschinen Dampfturbinen als Betriebsmaschinen erhalten.

Nach den zum grössten Teil guten Ergebnissen, die mit den Parsons-Turbinen in England und Frankreich im Schiffbau und in den meisten Kulturstaaten auf verschiedenen Gebieten der Technik erzielt worden sind, darf man sich von dem Versuch – als einen solchen muss man wohl immer noch die Anwendung der Dampfturbine im Schiffsmaschinenbau bezeichnen – Erfolg versprechen. Hoffentlich werden dann später endlich einwandfreie Angaben über den Kohlenverbrauch der Dampfturbinen als Schiffsbetriebsmaschinen bekannt; auf die Veröffentlichungen englischer Blätter hierüber durfte man sich nicht verlassen, da sie mehr oder weniger gefärbte Berichte brachten.

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