Titel: Goodmanns Schaulinienzeichner für Materialprüfungsmaschinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 1 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi25_1

Goodmanns Schaulinienzeichner für Materialprüfungsmaschinen.

Prof. Goodmann berichtete im Engineering unter Beifügung von Abbildungen über einen Apparat, den er zur selbsttätigen Aufzeichnung von Schaulinien bei Zug–, Druck- und Scheerversuchen für eine Buckton Prüfungsmaschine des Yorkshire Kollege konstruiert hat.

Die Maschine ist stehend angeordnet und hydraulisch betrieben. Der Wagenhebel mit Laufgewicht stützt sich auf eine gusseiserne Säule von etwa 4-5 m Länge, ihre Zusammendrückung beim Versuch wird in 136 facher Vergrösserung als Mass für die Belastung aufgezeichnet. Hierzu ist neben der Säule, mit deren Fuss verbunden und oben an derselben geführt, ein Stab aufgestellt. Dieser überträgt die Längenänderung der Säule auf ein von ihr getragenes doppeltes Hebel werk. Das Ende des zweitenHebels ist als Bogenstück ausgebildet, an dem der Schreibstiftträger an einem feinen Draht hängt, und das so geformt ist, dass der Weg des Schreibstiftes der Belastung proportional ist. Die Reibungswiderstände in den Führungen des- Schreibstiftträgers sind durch eine besondere Vorrichtung, mit der die Führungen in schnelle Umdrehungen versetzt werden, nahezu beseitigt. Der Kräftemasstab beträgt 1,6 mm für 1000 kg.

Der Lagerbock der Schreibtrommel ist an der Säule befestigt. Die Trommel wird vermittelst eines Schnurzuges, der Dehnung des Stabes entsprechend, gedreht. Zu diesem Zweck ist die Schnur in bekannter Weise am unteren Ende der Masslänge am Stabe festgelegt und über eine Rolle geführt, die am oberen Ende der Messlänge vom Stabe getragen wird. Die gleichmässige Spannung des Schnurzuges wird dadurch bewirkt, dass die Schreibtrommel, ähnlich wie bei Indikatoren, mit einer innen angebrachten Spiralfeder versehen ist.

Mlr.

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