Titel: Stahl für Schnellbetrieb.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 3 (S. 480)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi30_3

Stahl für Schnellbetrieb.

Bekanntlich sind Stahlwerkzeuge mit einem Gehalt an Kohlenstoff bis zu 2 v. H. zu schnellerer Spanabschneidung bei hartem, wie bei weichem Material, infolge ihrer Weichheit unverwendbar und man hat aus diesem Grunde durch Zusatzmittel versucht, für solchen Zweck passenderes Material herzustellen. Eine solche neue Stahllegierung hat sich, nach „American Manufacturer and Iron World“ 1903 S. 367, Ch. H. Halcomb, New York, patentieren lassen. Seine Erfindung besteht im Zusätze einer grösseren Menge von Molybdän zum Stahl mit verhältnismässig niedrigem Kohlenstoffgehalte, der 1,20 v. H. nicht übersteigen darf, vielmehr besser noch unter 1 v. H. zurückbleibt. Der Molybdängehalt soll wenigstens 6, aber nicht mehr als 15 v. H. betragen; die besten Ergebnisse sollen mit Werkzeugstahl mit 0,6 v. H. Kohlenstoff und gegen 10 v. H. Molybdän erreicht werden. Für bestimmte Zwecke wird die Qualität durch gleichzeitigen Zusatz von Molybdän und Chrom erhöht; ein geringer Zusatz übt keinen wesentlichen Einfluss auf die Qualität des Molybdänstahles aus, er muss wenigstens 2,5 und darf höchstens 6 v. H. betragen. Für feinere Schneidwerkzeuge erhält man ein geeignetes Material ausserdem noch durch Zusatz von Silicium in Menge von 0,30 bis höchstens 1,50 v. H., auch wenn Chrom nicht zugesetzt wird.

Dr. Leo.

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