Titel: Franks Rechenschieber.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 7 (S. 527–528)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi33_7

Franks Rechenschieber.

Der Einskala-Rechenschieber von Dr. ing. Frank, welchen A. Martz in Stuttgart in den Handel bringt, unterscheidet sich von den bisher üblichen Hilfsmitteln dieser Art dadurch, dass seine Skala auf die doppelte Länge gebracht ist, wodurch eine grössere Genauigkeit gegenüber den bisher üblichen Systemen erreicht wird. Wenn sich nun auch übet den Wert dieser Massnahme streiten lässt, da diese grössere Genauigkeit auf Kosten gewisser |528| anderer Vorteile erkauft ist, so lassen sich doch die meisten Rechenoperationen, welche auf den alten Rechenschieber ausgeführt werden können, auch auf dem neuen mit entsprechend grösserer Genauigkeit ausführen.

Die doppelte, Länge der Skala erzielt der Erfinder dadurch, dass die untere Skala fortgelassen ist, und ihr Raum für die obere mit benutzt wird, sodass die untere die Fortsetzung der oberen bildet. Die Zunge enthält dieselbe Skala in entgegengesetzter Reihenfolge, die ebenfalls (500 mm lang) auf die obere und untere Seite verteilt ist. Die Multiplikation und Division lassen sich so in sehr einfacher Weise ausführen, indem eine direkte Ablesung reziproker Zahlen werte beide Rechnungsoperationen identisch macht. Auch das Potenzieren und Radizieren ist bei einiger Hebung mit erwünschtem Schnelligkeit noch ausführbar.

Ob die Fortlassung der sin u. tg = Teilung ein Vorteil ist, muss dem Bedürfnisse des Rechners überlassen werden.

Die Teilung ist sauber und präzis, wodurch die grössere Genauigkeit auch wirklich garantiert ist, so dass das Instrument allen denjenigen zum Gebrauch empfohlen werden kann, denen es bei dieser Art der Rechnung um grössere Genauigkeit zu tun ist.

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