Titel: Elektrokultur.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1903, Band 318/Miszelle 5 (S. 719)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj318/mi318mi45_5

Elektrokultur.

Dass Elektrizität auf den Pflanzenwuchs von Einfluss ist, ist schon seit langem bekannt, und man hat frühzeitig Versuche angestellt.

Um nachzuweisen, dass die atmosphärische Elektrizität auf die Pflanzen einwirkt und zwar im günstigen Sinne, haben Grandeau und Leclercq die Versuchspflanzen mit Drahtkäfigen bedeckt, damit die atmosphärische Elektrizität nicht auf die Pflanzen einwirken könne. Der Ertrag an Blättern und Früchten verminderte sich um 50-70 v. H.

Um die Einwirkung von Elektrizität auf den Pflanzenwuchs nachzuweisen, wurden im Oktober 1901 im botanischen Garten der Haward-Universität Versuche angestellt, die folgendes ergaben: Die Keimfähigkeit einer Samenprobe wurde bei 3 Milliampère am positiven Pol vernichtet, an dem negativen Pol vermehrt. Die Pflanze verhält sich also elektropositiv. Diese Ergebnisse wurden durch Versuche Lemstroems bestätigt. Darnach beruht die Beschleunigung des Pflanzenwuchses darauf, dass durch den elektrischen Strom die Säfte in den Capillargefässen der Pflanzen leichter emporsteigen. Lemstroems Versuche ergaben einen Mehrertrag bei Rüben von über 180 v. H.

Electrical World and Engineer 1903. No. 14.

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