Titel: Der Tachygraph von Karlik
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1904, Band 319/Miszelle 2 (S. 143)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj319/mi319mi09_2

Der Tachygraph von Karlik

besteht, wie beistehende Abbildung zeigt, Rev. Ind. 18. Juli 1903 aus zwei symmetrisch zur Drehachse in einer Vertikalebene liegenden Röhren T, welche an ihrem unteren Ende mit einer weiteren, in der Drehachse liegenden Röhre t kommunizieren. Das Röhrensystem besitzt die Gestalt einer Lyra.

Bei der Rotation dieses mit Quecksilber gefüllten Röhren-Systems, eingeleitet von der Scheibe P aus, steigt das Quecksilber in den Seitenschenkeln der Lyra infolge der Wirkung der Zentrifugalkraft und sinkt infolgedessen in dem weiteren, in der Drehachse liegenden und mit den Schenkelröhren kommunizierenden Rohr. Der Schwimmer F folgt den Niveauunterschieden in letzterem. Die Bewegungen des Schwimmers werden auf den Hebel L übertragen, welcher das Diagramm der Rotationsbewegung auf den durch Uhrwerk bewegten Zylinder R in bekannter Weise mittels Stift S aufzeichnet, während Sl die Nulllinie schreibt. Der Apparat dient zugleich als Tourenzähler, indem gleichzeitig die Bewegungen des Schwimmers auf den Zeiger A übertragen werden, der an einer Teilung die jeweilige Tourenzahl abzulesen gestattet.

Je 4 Touren in der Minute bewirken eine Senkung desQuecksilberspiegels um 1 mm. Um den Messbereich des Apparates zu erhöhen, sind an den Schenkelröhren wagerechte, vorn geschlossene Verlängerungen angebracht, welche dem Quecksilber die Ausbreitung ohne gleichzeitiges Ansteigen in den Röhren gestatten und ohne die Senkung des Meniskus im Zentralrohr und damit die Bewegung des Schwimmers zu beeinträchtigen.

Textabbildung Bd. 319, S. 143

Dr. K.

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