Titel: Das Dephtometer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1904, Band 319/Miszelle 2 (S. 223–224)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj319/mi319mi14_2

Das Dephtometer.

Tiefenmesser nennt sich ein Apparat, welcher im Americ. Machinist vom 21. November 1903 beschrieben ist und dazu dient, den Füllungsgrad offener oder geschlossener Flüssigkeitsbehälter zu bestimmen. Derselbe kann in beliebiger Entfernung und oberhalb oder unterhalb des zu messenden Gefässes aufgestellt werden.

Textabbildung Bd. 319, S. 223

Wie die Figur zeigt, wird der Apparat durch ein bis auf den Boden des zu prüfenden Gefässes F reichendes Rohr 1 mit dem Gefäss verbunden; ein anderes Rohr 2 wird nur für solche Gefässe benötigt, in welchen die Flüssigkeit unter Druck steht. Der Apparat selbst besteht aus zwei übereinanderliegenden geschlossenen Kammern K1 K2, welche durch ein an beiden Enden offenes kalibriertes Messrohr M verbunden sind, das untere Ende dieses Messrohres reicht bis auf den Boden der unteren Kammer, während das obere Ende nur gerade von unten in die obere Kammer eintritt. Die untere Kammer steht mit einer elastischen Luftkammer L in Verbindung, deren Volumen vermittelst eines Druckhebels H verkleinert werden kann. Die untere Kammer wird mit derselben Flüssigkeit gefüllt, die das zu prüfende Gefäss enthält bis zur Nullmarke des Messrohres. Wird nun die Luftkammer zusammengedrückt und dadurch die in ihr enthaltene Luft komprimiert, so sinkt die Flüssigkeit in |224| dem mit ihr verbundenen, bis auf den Boden des Gefässes reichenden Verbindungsrohr 1 und steigt in dem Messrohr. Dieses Steigen erfolgt indessen nur so lange, bis die Luft vom Ende des Verbindungsrohres 1 durch die Flüssigkeit hindurch entweichen kann; sobald dies eintritt, ist Gleichgewicht vorhanden, und da Gefäss und Apparat dieselbe Flüssigkeit enthalten, so ist dann die Höhe der Flüssigkeitssäule im Messrohr gleich der Flüssigkeitstiefe im zu prüfenden Gefäss; letztere kann also am Apparat direkt abgelesen werden.

Dr. K.

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