Titel: Andrews Dampferhitzer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1904, Band 319/Miszelle 1 (S. 542)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj319/mi319mi34_1

Andrews Dampferhitzer.

Textabbildung Bd. 319, S. 542
Textabbildung Bd. 319, S. 542

Die Bauart des in Fig. 1 dargestellten Apparates (Engeneering 1904, S. 725) beruht auf der häufig festgestellten Tatsache, dass für die möglichst vollkommene Uebertragung der Wärme zwischen zwei bewegten Flüssigkeits- resp. Gasströmen das grösstmöglichste Maass der Bewegung dieser Ströme von wesentlichem Vorteil ist. Zur Illustration dieser Erfahrung mögen die Versuche dienen, die von dem Erfinder des oben erwähnten Apparates angestellt wurden und deren Ergebnisse in Fig. 3 zeichnerisch dargestellt sind; sie bestanden darin, dass ein Topf mit heissem Wasser in ein Bassin mit kaltem gebracht und die Zeit festgestellt wurde, innerhalb der die Temperatur des heissen Wassers von etwa 90° auf 25° C. fiel und zwar unter den folgenden drei Bedingungen: 1. beides, sowohl heisses wie kaltes Wasser wurden ruhig sich selbst überlassen; 2. das kalte Wasser wurde umgerührt; 3. sowohl kaltes, als auch warmes Wasser wurden umgerührt. Die Figur zeigt, dass im letzteren Falle die Schnelligkeit der Abkühlung und somit das Verhältnis der übertragenen Wärme fast dreimal so gross war, als im ersten.

Der Heizdampf tritt durch einen Injektorhahn an der oberen Seite des Apparates in das weite Mitttelrohr ein, und geht in raschem Strom durch die engeren Rohre wieder nach oben. Der Abflusshahn befindet sich am Boden des Kochers und gestattet, dadurch, dass man ihn mehr oder weniger öffnet, den Dampfstromdurch den Apparat zu regulieren. Das zu heizende Wasser, welches die Röhren umfliesst, wird durch falsche Böden gezwungen zwischen ihnen im Zickzack hindurchzuströmen. Es tritt ebenfalls oben ein und verlässt den Apparat unten durch den in der Figur ersichtlichen Arm.

Textabbildung Bd. 319, S. 542

Auf demselben Prinzip beruht auch der Seewasserverdampfer desselben Erfinders (Fig. 2). Hierbei sind die Heizrohre als Schlangen ausgebildet, die mit dem mittleren Verteilungsrohr durch einfache Flanschen verbunden sind. Es ist Vorsorge getroffen, dass jedes Schlangenrohr für sich entfernt werden kann und dass, da das Gewicht eines jeden vom Boden des Verdampfers getragen wird, die Verbindungsstellen von jeder unnützen Spannung freigehalten werden.

Dr. Hgr.

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