Titel: Die Vorausberechnung bei Streuung der Drehstrommotoren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1904, Band 319/Miszelle 2 (S. 575–576)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj319/mi319mi36_2

Die Vorausberechnung bei Streuung der Drehstrommotoren.

Für die Vorausberechnung von Drehstrommotoren ist die Kenntnis von Magnetisierungsstrom (Leerlaufstrom) und Kurzschlussstrom besonders wichtig. Wenn man ausser diesen beiden Grössen auch noch die Streuung bei Leerlauf kennt, sind alle elektrischen Grössen des Motors gegeben.

Das Verhältnis von Magnetisierungsstrom zu Kurzschlussstrom minus Magnetisierungsstrom hat man σ, das Streuungsverhältnis genannt. Mit σ ist hauptsächlich die günstigste erreichbare Phasenverschiebung des Motors bekannt.

Nach Behrend (Electrical World and Engineer, 24 Nov. 1900) ist

worin Δ den Luftspalt und τ die Polteilung bedeutet, c hängt nach Behrend ab von Gestalt und Nutengrösse und kann für ähnliche Nutenabmessungen bestimmt werden, aber nicht für abweichende Entwürfe. Um nun die Vorausberechnung von τ möglichst genau zu erhalten, zerlegt Hobart (ETZ 1904 H 17) c in zwei Faktoren und schreibt:

Zur Bestimmung von c und c' werden Kurven gegeben, c ist über dem Verhältnis aktive Eisenlänge zu Polteilung aufgetragen und zwar für offene und geschlossene Nuten, sodass man für andere Nutenöffnungen leicht interpolieren kann, c enthält die Nuten- und Seitenstreuung, während c' die Zickzackstreuung enthält und über Δ . H (H: Nutenzahl pro Pol, Mittel aus Stator und Rotor) aufgetragen ist.

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Für Käfiganker führt Hobart noch c'' in die Formel ein

worin c'' ∾ 0,75 ist.

Aus den Kurven für c und c' geht hervor, dass man beiübermässig grossen Polteilung für c nichts mehr gewinnen kann und ebenso nichts für c' wenn man den Luftspalt zu sehr verkleinert.

In einer Tabelle zeigt Hobart an 57 Motoren, dass die auf vorliegende Weise gerechneten Werte für σ mit dem beobachteten gut übereinstimmen.

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