Titel: Zuschrift an die Redaktion!
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1904, Band 319/Miszelle 4 (S. 784)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj319/mi319mi49_4

Zuschrift an die Redaktion!

(Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion).

Ueber ein Verfahren zum Betrieb von Gasturbinen.

Aus der inzwischen erschienenen Broschüre „Die Heissluft-Turbine und ihre Vorzüge“ von Dr. F. Stolze geht hervor, dass das von mir in No. 40 dieser Zeitschrift beschriebene Verfahren nicht neu, sondern bereits unter No. 101959 patentiert ist. Von diesem Patent hatte ich bei Abfassung meines Aufsatzes ebensowenig wie von den diesbezüglichen Berechnungen Stodolas Kenntnis. Das Stolzesche Verfahren deckt sich mit dem meinigenfast vollständig, jedoch wird bei jenem noch ein Vorwärmer für die komprimierte Luft hinzugefügt; eine Gasturbine nach diesem System ist bereits im Bau begriffen. Wie aus meiner Abhandlung hervorgeht, kann man nur bei sehr gutem Wirkungsgrad der Turbine zu einem günstigen Resultat kommen; dieser müsste bei der im Bau begriffenen Gasturbine mindestens 75 v. H. betragen, um Leerlauf zu ermöglichen, und 85 v. H. um etwa 12 v. H. Wärmeausnutzung zu erzielen, was nach den Erfahrungen mit den Dampfturbinen kaum erreicht werden dürfte.

Chemnitz, 15. November 1904.

F. Meineke.

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