Titel: Eingesandt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1909, Band 324/Miszelle 1 (S. 32)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj324/mi324ba02_2

Eingesandt.

(Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion).

Die Halle'sche Prüfungsstation für landw. Maschinen hat die Geschäftsführung dem Professor der landw. Maschinenkunde an der dortigen Universität, Martiny, übertragen. Damit ist die Geschäftsführung, welche nach dem Tode des Professor Walter vertretungsweise verwaltet worden war, wieder ordnungsmäßig besetzt. Die Prüfungsstation, an welcher Männer wie Perel, Wüst und Nachtweh gewirkt haben, soll nicht nur marktfertige Maschinen prüfen, sondern auch Erfinder und Fabrikanten bei der Schaffung neuer Maschinen beraten und die hierbei so nötigen Arbeitsversuche ausführen. Um die landwirtschaftliche Maschinenindustrie nach Möglichkeit zu fördern, wird es nach jeder Prüfung dem Fabrikanten oder Händler freigestellt, ob der Prüfungsbericht veröffentlicht oder nur in Form eines Gutachtens dem Interessenten zugestellt wird. Die Prüfungen selbst sollen möglichst ausgedehnt werden. Konkurrenzen, bei denen eine größere Anzahl von Maschinen oder Geräten den Richtern nur kurz vorgeführt werden, sollen vermieden werden. Dagegen sollen bei den Prüfungen einzelner Maschinen andere Maschinen mit herangezogen werden, um durch Vergleich die Bedeutung des Urteils zu fördern. Die Ergebnisse der Prüfungen erscheinen in den Berichten des Landw. Institus der Universität Halle, in den Mitteilungen des Verbandes landw. Maschinen-Prüfungsanstalten und als selbstständige Berichte. Außerdem wird den in Halle zahlreich vorhandenen landwirtschaftlichen Studenten der Zutritt zu den Prüfungen grundsätzlich gestattet und es wird über die Beobachtungen dem dortigen landwirtschaftlichen Verein berichtet. Die von diesem Verein gespendeten Geldmittel in Verbindung mit den reichhaltigen Einrichtungen der Maschinenabteilung des Landw. Instituts ermöglichen der Prüfungsanstalt eine erschöpfende und objektive Beurteilung.

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