Titel: Bericht über die Untersuchung von Lampen usw.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1910, Band 325 (S. 681–686)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj325/ar325202

Bericht über die Untersuchung von Lampen auf der Internationalen Ausstellung von Apparaten für Beleuchtung u. Erwärmung in St. Petersburg.

Von Professor v. Doepp, Petersburg.

(Fortsetzung von S. 668 d. Bd.)

3. Die Laterne „Sowerschenstwo“ des Ingenieurs J. B. Baranow.

Diese Laterne ist sowohl für Außen- als auch für Innenbeleuchtung bestimmt.

Ihre Konstruktion zeigt der Durchschnitt. (Fig. 8.) Das ringförmige Petroleumreservoir B umschließt das System der Zugrohre V, Q, Q1; im oberen Teil befindet sich der Druckregulator R, der durch die Röhre D mit dem hufeisenförmigen Luftreservoir A verbunden ist. Mit einer gewöhnlichen Handpumpe wird die Luft in das Reservoir A durch den Fortsatz a mit dem Hahn a1 eingepumpt. Der Verdampfer H, der durch das Rohr E mit dem Reservoir B verbunden ist, besteht aus den geraden Röhren h und s (Fig. 9), zwischen denen sich ein Ring befindet. Zur Vergrößerung der Erwärmungsfläche innerhalb des Ringes ist eine Platte n mit vier Oeffnungen für den Durchlaß der Brennprodukte angebracht. Die Röhre h hat im Innern einen Filter aus zusammengerolltem Kupfernetz (durch die Oeffnung m kann der Filter entfernt und durch einen neuen ersetzt werden) und ist mit der Röhre E verbunden, während die Röhre s in den Nippel J ausläuft (Fig. 8), der sich über dem Einsatz K der Mischungsröhre L befindet. Der Verdampfer ist aus Messing hergestellt.

Der Regulator oder das Reduktionsventil R ist im Durchschnitt in Fig. 10 abgebildet. Aus dem Luftreservoir geht die Luft durch die Röhre D in den Kanal a und indem sie das Ventil e emporhebt, gelangt sie durch die Oeffnung b in das Petroleumreservoir B. Das Ventil e geht durch die Klammer e1, die auf die Membrane c drückt. Bei erhöhtem Druck im Reservoir B und im Gehäuse des Regulators wird sich die Membrane c nach links durchbiegen und auch die Klammer e1 nach dieser Seite ablenken, infolgedessen wird das Ventil e an den Sattel gepreßt und dadurch die weitere Luftzufuhr abgeschnitten. Mit Hilfe der Feder d und der Mutter i kann die Durchbiegung der Membrane c reguliert und dadurch ein bestimmter Druck im Petroleumreservoir festgesetzt werden. Gewöhnlich beträgt dieser Druck = 0,5–1,0 kg/qcm, während der Druck im Reservoir A bis auf 2,5 kg/qcm gebracht wird.

Unter dem Verdampfer ist der Spiritusanzünder y (Fig. 8) angebracht. Der Vermischungsraum L1 besitzt dieselbe Form wie der bei den früher beschriebenen Lampen. Die Schraube p dient zum Herauslassen des Petroleums. Der Brenner ist in der gläsernen Kuppel N eingeschlossen, die am Reflektor befestigt ist.

Ueber dem Zugrohr Q1 befinden sich die Reflektoren O, O1, die die Laterne vor dem Winde schützen. Dadurch, daß das Luftreservoir in der Nähe des Brenners gelegen ist, wird der Druck darin während der Brenndauer etwas erhöht (annähernd auf 1 kg/qcm), so daß der anfängliche Druck im Reservoir A nicht mehr als 2,5 kg/qcm betragen sollte. Bei der Untersuchung betrug die Temperatur der Flamme 960 ° ohne Glühstrumpf und 920 ° mit dem Glühstrumpf.

Zur Untersuchung auf dem Marsfelde und in dem Polytechnischen Institut war je eine Laterne geschickt worden.

Im Institut brannte die Laterne 200 Stunden. Bei ununterbrochener Brenndauer von 17 Stunden (s. Linie B Fig. 3a S. 667) hatte die Laterne eine mittlere Lichtstärke von 984 Hefner-Einheiten und verbrauchte 0,26 g Petroleum i. d. Std. f. d. Kerze.

4. Laterne der Gesellschaft Lux in Riga und Stockholm. (Typ SL3.)

In dieser Laterne, deren Durchschnitt Fig. 11 zeigt, ist das Reservoir für Druckluft P im Petroleumreservoir A untergebracht, woraus sich eine kompakte Anordnung ergibt. Am Deckel des Reservoirs P ist der Regulator befestigt, von dem ein Rohr in den Petroleumbehälter A; führt; durch den Pfropfen m mit Ventil wird Luft eingepumpt. Das Petroleum steigt aus dem Reservoir A durch die am Ende mit einem Sieb versehene Röhre A1 empor, geht dann in die dünnere Röhre a über, verstärkt die Erwärmungsfläche des Verdampfers und tritt in den Brenner ein. Dieser besteht aus dem Verdampfer |682| BCD, dem Nippel E und dem Flammenverteiler oder der Brennerkrone F. Die Konstruktion des Brenners ist für alle Arten von Laternen der Gesellschaft „Lux“ dieselbe und ist in Fig. 12 veranschaulicht. Der Verdampfer ist aus zwei senkrechten Röhren A und A1 von verschiedenem Durchmesser zusammengesetzt, die oben durch die Kugel B verbunden sind. Die letztere fördert den regelmäßigen Zufluß der Petroleumdämpfe zum Nippel und dient zum Ablagern von Koks und Teer. Eine Scheidewand aus feinem Nickelgewebe in der Kugel B verhindert das Eindringen von festen Teilchen in die dünne Röhre A und damit das Zugehen des Nippels E, der aus Bronze hergestellt und innen mit einer dünnen Stahlplatte versehen ist. Diese Platte hat eine Oeffnung, um die Dämpfe durchzulassen. Der übliche Vermischungsraum (der Petroleumdämpfe und der Luft) ist in dem betreffenden Brenner mit der Krone zu dem Teile F vereinigt. Er besteht aus mehreren konzentrischen Röhren C, D und G, die sich abwechselnd oben oder unten öffnen. Der Teil F wird durch eine Schraube auf dem Verdampfer befestigt. Um eine Reinigung der Oeffnung des Nippels E während des Brennens zu ermöglichen, ist der Brenner mit einer besonderen Vorrichtung versehen: auf dem Halter S ist ein Hebelsystem O, N, H und M angebracht, welches durch Anziehen der mit einem Ringe L versehenen Schnur eine solche Wendung macht, daß die auf dem Hebel M befindliche Nadel in die Nippelöffnung hineingestoßen wird, und die Koksteilchen usw. dabei entfernt.

Textabbildung Bd. 325, S. 682
Textabbildung Bd. 325, S. 682
Textabbildung Bd. 325, S. 682
Textabbildung Bd. 325, S. 682
Textabbildung Bd. 325, S. 682

Im unteren Teile der Verdampfungsröhre A befindet sich der Entzünder, der aus den Schalen yy besteht, die durch den Docht Q verbunden sind. Der Entzünder und der untere Teil des Brenners sind durch den Mantel R geschützt. Ueber dem Brenner befindet sich der Reflektor L (Fig. 11), der in das Zugrohr L1 übergeht; an dem das Zugrohr umgebenden |683| Rohr M sind die Windhauben N, O und O1 befestigt.

Die soeben beschriebene Laterne ist zur Außenbeleuchtung bestimmt. Die Gesellschaft Lux stellt für Außen- und Innenbeleuchtung auch Laternen von der Form von elektrischen Bogenlaternen her (Typ CL3).

Textabbildung Bd. 325, S. 683

Bei der Untersuchung im Verlauf der Brenndauer einer Füllung (Fig. 13) ergab Laterne SL3 905 Lichtstärken bei einem Verbrauch von 0,32 g, und die Laterne CL3 925 Lichtstärken bei 0,324 g Oelverbrauch für die Lichteinheit und Stunde. Die Temperatur der Flamme betrug in beiden Fällen 1060° C.

Textabbildung Bd. 325, S. 683
Textabbildung Bd. 325, S. 683
Textabbildung Bd. 325, S. 683

5. Die Lampe „Meteor“ der Fabrik T. Kreingel in Wilna. (Fig. 14).

Als erstes Exemplar dieser Art wurde die Lampe der Expertenkommission demonstriert, jedoch keiner Prüfung unterworfen.

Das Reservoir der Lampe wird durch eine gewölbte Metallscheidewand in zwei Teile geteilt; in den unteren, A, für die Luft und den oberen, B, für das Petroleum; beide Teile sind mit Manometern Z und Y versehen. Die mit einer Handpumpe durch das Ventil C bis zu einem Druck von 4–5 kg/qcm eingepumpte Luft zwingt die elastische Scheidewand sich noch mehr zu wölben, so daß das Ventil C, welches die Luft aus dem unteren Luftreservoir in den oberen Petroleumbehälter durchläßt, vollständig geschlossen wird. Durch den Druck der Flügelmutter F auf die Büchse E und die Spindel des Ventils C wird das Ventil C so weit geöffnet, daß der Druck im Petroleumreservoir B ungefähr 0,5 kg/qcm beträgt. Die weitere Regulierung des Drucks wird selbsttätig besorgt, denn in dem Maße, als der Luftdruck im Teil A fällt, senkt sich auch die Scheidewand und öffnet immer mehr das Ventil C.

Der Verdampfer besteht aus der senkrechten Röhre K, die über dem Glühstrumpf in den Ring L übergeht; letztere ist durch die senkrechte Röhre M mit dem Nippel N verbunden. Die Schale x dient zum Anzünden der Lampe, die Krone P mit den ringförmigen Kanälen als Mischer.

Um die Lampe auszulöschen, wird die Schraube F losgedreht, worauf die Luft durch den inneren Kanal aus B entweicht.

Diese Lampe kann bei entsprechender Konstruktion zur Außen- wie zur Innenbeleuchtung angewandt werden.

Laternen mit getrenntem Petroleumreservoir.
1. Laterne „Washington“ des Handelshauses G. Woinow in St. Petersburg.

Wie bei der Laterne der Gesellschaft Swet wird auch in der Laterne „Washington“ das Petroleum durch ein dünnes Rohr aus einem besonderen Reservoir dem Brenner zugeführt. Der Rauminhalt dieser Reservoirs ist oft für mehrere Laternen berechnet und es wird in denselben unmittelbar Luft bis zu 4–4,5 kg/qcm Druck eingepumpt.

Der Brenner besitzt als Doppelbrenner zwei Glühstrümpfe.

Das Petroleum wird durch das Rohr A (Fig. 15) in den unteren Teil des Verdampfers geleitet. Dieser besteht aus der senkrechten Nickelröhre B (Fig. 16) mit der Spitze C, aus dem -Stück D, dessen senkrechter Teil durch den Kegel D1 mit dem Knie E verbunden ist, während die beiden wagerechten Teile mit den Eckstücken H in Verbindung stehen.

Das Knie E geht in das senkrechte Rohr E über und vereinigt sich mit der Kammer F, die an ihren |684| beiden Enden zwei symmetrisch angeordnete kurze Rohre mit den Brennerkronen G und G1 besitzt. Das Petroleum verdampft, indem es das stark erhitzte Rohr B passiert, und tritt dann in den Kegel D1, der durch die Teile M die Luft ansaugt. Das Rohr E und die Kammer F bilden den Mischungsraum. Im unteren Teil des Verdampfers B befindet sich ein Filter aus dünnem Kupfernetz und die Stopfbüchse, durch welche die Nadel a durchgeht. Diese geht durch den ganzen Verdampfer B (Fig. 17) und dringt durch die kleine Oeffnung d der Spitze C, welche auf das Rohr B aufgeschraubt wird. Die Nadel a dient zur Reinigung und zur Regulierung des Querschnitts der Oeffnung d.

Zu diesem Zweck ist sie an einer Muffe mit dem Griff b (Fig. 16) befestigt, bei dessen Drehung sich auch die Nadel dreht und sich heben und senken kann Dank dem Umstand, daß die Ecken H genau über den Glühstrümpfen gelegen sind, wird die in der Mischungsröhre angesaugte Luft bedeutend erwärmt.

Textabbildung Bd. 325, S. 684

Der Anzünder besteht aus der Schale K (Fig. 15) mit einem Asbestdocht, in die der Spiritus durch den Trichter J mit der Röhre J1 eingegossen wird.

Textabbildung Bd. 325, S. 684

Ueber dem Brenner befinden sich der innere Reflektor L und das Zugrohr N, welches von einem zweiten Rohr N1 umgeben wird, dessen unterer Teil in den äußeren Reflektor M übergeht. Ueber den Zugröhren befinden sich die Schutzhauben OO1.

Brennstunden Das Beleuchtungsdiagramm (s. Fig. 17a Linie A) ergibt in 17 Stunden im Mittel 408 Einheiten bei einem stündlichen Petroleumverbrauch von 0,5 g. Als der Nippel gereinigt wurde, stieg die Kurve bedeutend an. Auf dem Marsfeld mußten mehrfach Teile der Laterne gewechselt werden.

2. Laternen der Gesellschaft Lux in Riga und Stockholm.

Der Untersuchung wurden folgende Lampen und Laternen unterworfen:

  • a) Die Laterne der Bauart J3 (Fig. 18) für Außenbeleuchtung,
  • b) die Laterne Bauart CXEs (Fig. 19) für Außen- und Innenbeleuchtung,
  • c) die Hängelampe DH2 für Zimmerbeleuchtung.

Trotz der Verschiedenheit der Typen dieser Laternen sind doch die wesentlichen Teile, wie die Zisterne und das Petroleumreservoir, die Reservoire für Luft und Kohlensäure und der Druckregulator ganz gleich konstruiert. Der Brenner ist bei diesen Laternen ganz ebenso konstruiert wie bei allen anderen Laternen und Lampen „Lux“. Das Petroleum gelangt aus der langen Röhrenleitung ins Rohr A (Fig. 18 und 19) und dann in den Verdampfer BCD; als Dampf strömt es aus dem Verdampfer durch den Nippel E hinaus und gelangt in den Flammenverteiler, wo die Vermischung mit der Luft und die Verbrennung über dem Glühstrumpf stattfindet. Der Spiritusanzünder besteht aus einer einfachen (Fig. 19) oder stufenförmigen (Fig. 18) Schale G, die durch das Röhrchen H mit Spiritus gefüllt wird. Der Anzünder ist mit dem Mantel K bedeckt, welcher zur Konzentrierung der Wärme beim Brennen des Spiritus dient. Der Hebel X mit der Nadel, die zur Reinigung der Oeffnung des Nippels E dient, wird durch den mit einer Kette verbundenen Ring Z in Bewegung gesetzt.

Textabbildung Bd. 325, S. 684

Das Petroleumreservoir der Gesellschaft Lux stellt eine Zisterne A vor (Fig. 20), welche einen Vorrat bis zu 32 kg Petroleum enthält und in der sich ein sogen. Arbeitsreservoir C befindet, welches nach jeder Brennperiode der Laterne selbsttätig gefüllt wird.

Der nötige Druck auf die Petroleumoberfläche wird entweder durch Kohlensäure oder durch Luft ausgeübt Zu diesem Zweck ist in der Zisterne der Ballon B unter |685| gebracht, der Kohlensäure bei einem Druck von 70 kg/qcm enthält, genügend für 600 Stunden Brenndauer, oder aber ein Reservoir für die Luft, deren Druck bis zu 7 oder 10 kg/qcm beträgt.

Textabbildung Bd. 325, S. 685

Mit Hilfe des Regulators (Reduktionshahn) D wird der Druck der Kohlensäure und der Luft bis zum Arbeitsdruck verringert, welcher je nach der Lichtstärke zwischen 2,4–1,0 kg/qcm schwankt.

Die Luft (Kohlensäure) geht aus dem Regulator D durch das Rohr F in das Reservoir C, während das Petroleum aus dem letzteren durch das Rohr E zum Brenner steigt.

Der Regulator der Gesellschaft Lux stellt eine kompakte Kombination mehrerer wichtiger Vorrichtungen dar. Dazu gehören: a) der Absperrhahn, mit dessen Hilfe die Verbindung zwischen dem Arbeitsreservoir und dem Brenner beim Auslöschen der Laterne unterbrochen wird, wobei das Petroleum aus den Leitungen in die Zisterne zurückfließt; b) die Sicherheitsvorrichtung, die den Zufluß des Petroleums beim Platzen der Leitung absperrt; c) ein leicht schmelzbarer Pfropfen, der bei etwaigem Feuerschaden die Kohlensäure und die Luft ausströmen läßt; d) der Hahn für die selbsttätige Fig. 20. Füllung des Arbeitsreservoirs mit Petroleum aus der Zisterne.

Textabbildung Bd. 325, S. 685

Der Regulator selbst, der zur Erhaltung eines gleichmäßigen Druckes der Luft oder der Kohlensäure dient, hat folgende Einrichtung:

Die Kohlensäure oder die Luft tritt in die Oeffnung des Kanals b (Fig. 21), dessen Ende h durch das Ventil e geschlossen wird, welches am Hebel g befestigt ist. Letzterer ist durch eine Feder f belastet und ruht auf dem zweiten Hebel k, der seinerseits auf der Membrane l zu liegen kommt. Eine Feder n, die reguliert werden kann, drückt für gewöhnlich auf die Membrane l und hebt den ungleicharmigen Hebel k, welcher durch den Druck auf Hebel g die Oeffnung e offen hält. Sobald jedoch der Druck der Luft oder der Kohlensäure höher als gewöhnlich wird und den Widerstand der Feder n überwindet, senkt sich die Membrane zusammen mit dem Hebel k, während die Feder durch den Druck auf das Hebelende g mit dem Ventil e die Oeffnung h des Kanals b schließt.

Textabbildung Bd. 325, S. 685

Auf diese Weise wird ein gleichmäßiger, beständiger Druck erzielt, der durch das stärkere oder schwächere Zusammenziehen der Feder mit Hilfe des Deckels reguliert wird. Zur Absperrung der Zufuhr von Petroleum zum Brenner und der Druckluft oder Kohlensäure zum Petroleumreservoir dient die Sperrvorrichtung v, die folgendermaßen eingerichtet ist:

Bei der Drehung des Exzenters t hebt sich die Membrane l, wobei das Ventil e die Oeffnung h schließt, und dadurch den Zufluß der Kohlensäure einstellt. Gleichzeitig öffnet sich das an der Membrane befindliche Ventil s, wodurch der Behälter des Regulators und das mit ihm verbundene Arbeitsreservoir mit der Atmosphäre in Verbindung kommen.

Um eine Explosion des Luft- oder Kohlensäurezylinders z.B. während eines Feuerschadens zu verhüten, ist ein metallener Sicherheitspfropfen vorhanden, der bei 70 °C schmilzt. Dieser Pfropfen e1 ist im seitlichen Fortsatze des Kanals b angebracht.

Textabbildung Bd. 325, S. 685

Solange die Laterne nicht brennt, bleibt das Ventil s geöffnet und die Luft kann ungehindert aus dem Arbeitsreservoir entweichen, während das Petroleum das Arbeitsreservoir allmählich füllt und es zur nächsten Zündung vorbereitet.

Die Untersuchung dauerte weniger als 100 Stunden wegen zu später Einlieferung der Lampen. Die Beleuchtungsdiagramme zeigen Linie B Fig. 17e und Fig. 21a. |686| J3 ergab 870 Kerzen bei einem Petroleumverbrauch von 0,323 g f. d. Stundenkerze und einer Temperatur von 980 ° C unter dem Glühstrumpf. Die entsprechenden Zahlen für CXE3 sind 875, 0,382 g und 1080°; für Lampe DH2: 170 Kerzen, 0,63 g und 630°.

c) Lampen mit gemeinsamem Luft- und Petroleumreservoir im Gehäuse der Lampe.

Die Lampen „Meteor“ und „Tschudo“ der Fabrik Kreingel in Wilna.

Die Lampe „Meteor“ hat einen ebensolchen Brenner wie die bereits früher beschriebene Lampe (Fig. 14) derselben Fabrik. Das Reservoir besitzt dieselbe Größe und Form wie bei den ziemlich verbreiteten Dochtlampen „Molnija“, die ohne Veränderungen durch die Lampen „Meteor“ ersetzt werden können. Das Reservoir wird etwa zu ⅔ mit Petroleum gefüllt und darauf wird mit einer Handpumpe Luft hineingepumpt, wozu ein Pfropfen mit einem Ventil vorhanden ist.

(Fortsetzung folgt.)

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