Titel: EDLER: Blockeinrichtungen für eingleisige Bahnstrecken ohne Zwischenblockstellen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1911, Band 326 (S. 519–523)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj326/ar326154

BLOCKEINRICHTUNGEN FÜR EINGLEISIGE BAHNSTRECKEN OHNE ZWISCHENBLOCKSTELLEN.

Von Ing. Robert Edler, K. K. Professor, Wien.

(Fortsetzung von S. 508 d. Bd.)

IV.

Eine sehr interessante und wertvolle Lösung der Aufgabe hat sich aus einer Anordnung der Firma Siemens & Halske aus dem Jahre 18927), die allerdings mittlerweile teilweise veraltet erschien und abgeändert wurde, entsprechend herausgebildet8).

Textabbildung Bd. 326, S. 519

Wie Fig. 17 erkennen läßt, sind die Signalblockfelder A1 E1 A2 E2 im normalen Zustande verschlossen, während die beiden Zustimmungsblockfelder Z1 Z2 frei sind. Letztere wirken mit ihren Riegelstangen im geblockten Zustande wieder auf die Ausfahrsignalstellhebel ein; selbstverständlich stehen diese auch unter Verschluß durch die Blockfelder A1 A2, welche als Anfangsfelder der Blocklinie anzusehen sind. In Stationen mit besonderer Stationsblockung (Hebelfelder) müssen die bekannten Abhängigkeitsbeziehungen zwischen dem Anfangsfeld der Blocklinie und dem Freigabeblockfeld für das Ausfahrsignal vorgesehen werden. Die Blockfelder E1 und E2 bilden die Endfelder der Blocklinie und bewirken unmittelbar den Verschluß der Einfahrsignalstellhebel, wenn keine Stationsblockung vorhanden ist, während in Stationen mit Stationsblockung und besonderen Stellwerken das Endfeld nur insofern von dem Signalverschlußfelde des Einfahrsignals abhängig zu machen ist, als der Verschluß des Endfeldes nur nach durchgeführter Blockung des Einfahrsignals möglich sein darf, einerlei, ob das Endfeld im Stationsblockwerk oder im Stellwerk untergebracht ist.

Die Betriebsweise der Anordnung Fig. 17 ergibt in einigen Punkten eine charakteristische Abweichung von den Lösungen I II III, wie aus der nachfolgenden Beschreibung hervorgeht, Zunächst ist hervorzuheben, daß die Zustimmungsfelder Z1 und Z2 entweder allein, oder aber beim Verschluß von A1 bezw. A2 mitbedient werden können. Mechanische Verschlüsse bezw. elektrische Abhängigkeiten sorgen dabei dafür, daß keine Fehlbedienungen vorkommen können.

Soll z.B. eine Zugfahrt von S1 nach S2 durchgeführt werden, so gibt der Beamte in S2 (vgl. Fig. 17) nach erfolgter Anmeldung des Zuges das Ausfahrsignalfeld A1 in S1 frei, indem er Z2 blockt. Dabei wird zugleich der

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Tabelle a.

S1 S2
A1 Z1 E1 E2 Z2 A2
Freigabe L1 m1 R L5 m3 R L2 m4 R L4 m6 R
Blockung W1 m1 a W1 m3 b W2 m4 d W2 m6 c

Tabelle b.

S1 S2
A1 Z1 E1 E2 Z2 A2
Freigabe L1 m1 R L5 m3 R L2 m4 R L4 m6 R
Blockung W1 m1 a W1 m3 b W2 m4 d W2 m6 c

Tabelle c.

S1 S2
A1 Z1 E1 E2 Z2 A2
Freigabe R ml L1 R m3 L1 R m4 L2 R m6 L2
Blockung W1 m1 a W1 m3 b W2 m4 d W2 m6 c
Anmerkung L2 = L4 L1 = L5 L1 = L45 L2 = L4
Kontakte an der Sperrstange

Ausfahrsignalstellhebel in S2 durch die Sperrstange von Z2 zum zweiten Male verriegelt.

Nachdem der Zug aus S1 ausgefahren ist, wird er durch das auf „Halt“ zurückgestellte Ausfahrsignal A S1 gedeckt, wobei die Hebelsperre (Unterwegsperre und Hebelendsperre) zur Wirkung kommt. Der Verschlußwechsel bewirkt dann auch noch den Zwang zur regelrechten Blockung von A1 Hiebei wird aber Z1 mitgeblockt, während das Endfeld E2 (Einfahrt) in S2 entblockt wird.

Sobald der Zug in S2 eingefahren ist und die elekrische Druckknopfsperre ausgelöst hat, kann das Endfeld E2 wieder geblockt werden (wenn Stationsblockung vorhanden ist, muß zuerst das entsprechende Hebelfeld geblockt worden sein). Zugleich wird Z2 in S2 und ebenso Z1 in S1 wieder frei, und damit ist der Ruhezustand wiederhergestellt. Für die entgegengesetzte Fahrtrichtung (S2S1) wirken die Blockeinrichtungen ganz analog.

In Fig. 17 sind im Sinne früher angestellter Erwägungen zunächst sechs Leitungen angenommen. Die Zahl derselben wird sich dann leicht verringern lassen. Zur Entwicklung der Schaltung kann man obige Tabelle a benutzen:

Zu dieser Tabelle ist zunächst zu erwähnen, daß bei den Zustimmungsfeldern Z1 und Z2 je zwei Stromwege für die Freigabe bezw. für die Blockung vorkommen. Die obere Freigabeformel entspricht dem Wege, den der Strom aus dem fremden Induktor nimmt; bei der unteren Freigabeformel ist der Strom des eigenen Induktors benutzt. Die obere Blockungsformel entspricht dem Verschluß des Zustimmungsfeldes allein, die untere Blockungsformel dagegen kommt beim gleichzeitigen Verschluß des Anfangsfeldes und des Zustimmungsfeldes zur Anwendung (Drucktasterkupplung!). Man kann nun zunächst die obige Tabelle a in etwas abgänderter Form (Tabelle b) schreiben:

Um die Schaltung der Zustimmungsfelder möglichst zu vereinfachen, empfiehlt es sich, die Leitungen L3 und L6 in eine einzige Leitung zu verschmelzen. Es erscheint ferner zweckmäßig, auch die Leitungen L4 und L2 bezw. L1 und L5 zusammenzuziehen. Da entsteht aber die Schwierigkeit, daß die Leitung L24 in der Station S2 zur Freigabe von E2 und auch von A2 zu verwenden wäre, ebenso wie auf der Leitung L15 in der Station S1 das eine Mal A1 das andere Mal E1 entblockt werden soll. Es fragt sich, ob diese Bedingungen ohne Gefährdung des regelrechten Blockbetriebes erfüllt werden können. Diese Frage ist zu bejahen, da man ja die Möglichkeit hat, durch einen Umschalter an der Sperrstange des Zustimmungsblockfeldes die richtige Stromführung herbeizuführen. So verbindet z.B. dieser Umschalter (Tellerkontakt) an Z1 in S1 bei entblocktem Zustimmungsfeld Z1 die Leitung L15 mit A1 entsprechend der Fahrtrichtung S1S2, bei geblocktem Zustimmungsfeld Z1 jedoch mit E1, entsprechend der Fahrtrichtung S2S1 In der Tat muß Z1 bei der Fahrtrichtung S2S1 zuerst geblockt worden sein, damit späterhin E1 frei werden kann. Bei der Fahrtrichtung S1S2 ist hingegen Z2 noch frei, wenn A1 entblockt wird. Man kann also L3 = L5, ferner L2 = L4 und endlich L3 = L6 setzen, wodurch sich Tabelle b noch weiter vereinfacht (s. Tabelle c).

|521|

Die Schaltung der Blockfelder A1 E1 E2 A2 kann aus der Tabelle c unmittelbar abgeleitet werden, wie nachstehende Tabelle d zeigt:

Tabelle d.

S1 S2
A1 E1 E2 A2

Eine eingehendere Ueberlegung erfordert die Schaltung der beiden Zustimmungsfelder Z1 und Z2.

Zunächst ist ersichtlich, daß die Verbindungen in Z1 bezw. in Z2 durch je einen Druckstangentaster bewirkt werden können gemäß folgender Uebersicht:

Tabelle e.

S1 S2
Z1 Z2

Es sind daher nur noch die nachstehenden Verbindungen zu untersuchen:

Tabelle f.

S1 S2
Z1 Z2
Freigabe
Blockung

Es genügt, die Schaltung für das Blockfeld Z1 ausführlich abzuleiten, da dann die Schaltung des Blockfeldes Z2 leicht in analoger Weise aufgefunden werden kann.

Man kann vorerst zwei Hilfskontakte x1 und y1 benutzen, wodurch man folgende Formeln erhält (für das Zustimmungsblockfeld Z1):

Freigabe ,

Blockung .

Dem Zustimmungsblockfeld Z1 ist also noch der Kontakthebel zuzuweisen, während die Verbindungen vom Endblockfeld E1 und die Verbindungen von Z1 und A1 abhängig zu machen sind. Die Verbindung x1 b muß hergestellt werden, wenn E1 geblockt wird, während die Verbindung x1 R bei der Ruhelage des Blocktasters E1 bestehen muß; der Kontakthebel ist also noch an die Druckstange von Ex anzuhängen.

Analog ist beim Zustimmungsblockfeld Z2 durch Hinzufügung der Hilfskontakte x2 und y2 ein Kontakthebel am Zustimmungsblockfeld Z2 und ein Kontakthebel am Endblock E2 bestimmt.

Es ist vielleicht angezeigt, die bisher gewonnenen Ergebnisse in einer Tabelle zusammenzustellen; denn es wird dann nur noch erforderlich, die Verbindungen und beim Blocken von Z1 und Z2 zu untersuchen. Man erhält folgende Uebersicht:

Tabelle g.

S1 S2
A1 Z1 E1 E2 Z2 A2
Tellerkont. Tellerkont.
(L1 = L5) (L2 = L4)

Die Verbindungen, welche aus dieser Tabelle abgeleitet werden können, sind in Fig. 18 dargestellt. Sie sind nur noch zu vervollständigen durch die Kontakthebel und welche den Ausfahrtblockfeldern A1 und A2 zuzuweisen sind, weil die Zustimmungsblockfelder Z1 und Z2 das eine Mal allein, das andere Mal zugleich mit A1 bezw. A2 zu verschließen sind.

Endlich sind noch die Tellerkontakte t1 bezw. t2 an den Sperrstangen von A1 bezw. A2 hinzuzufügen, um die gleichzeitige Blockung von A und Z zu erzwingen, falls A vorher entblockt worden war. Solange jedoch A geblockt ist, kann und muß Z allein geblockt werden, um vor Einleitung der Zugfahrt die Zustimmung zu erteilen und das entsprechende Ausfahrsignal freizugeben.

Zu der Schaltung Fig. 18 ist noch zu bemerken, daß sich bei den Blockfeldern A1 E1 E2 A2 je ein Kontakt ersparen läßt; denn es ist durchaus überflüssig, die Verbindungsdrähte a b c d an beiden Enden abzuschalten; es genügt vielmehr die Unterbrechung an je einem Ende.

Weiters ist noch zu erwähnen, daß die Ausfahrtblockfelder A1 A2 wieder mit dem Selbstverschluß (Verschlußwechsel) |522| zu versehen sind, um einen Zwang für die Blockung zu schaffen. Ebenso dürfte es sich aber auch empfehlen, die Zustimmungsfelder Z1 und Z2 mit dem Verschlußwechsel zu versehen, um eine möglichst sichere Wirkung des Umschalters an der Sperrstange von Z (Tellerkontakt) zu erreichen. Durch Anordnung zweier Teller (unterhalb und oberhalb des Kontakthebels) kann man zweckmäßig für eine zwangläufige Betätigung dieses Umschalters sorgen; es ist nur darauf Rücksicht zu nehmen, daß die tiefste Stellung der Arretierungsstange 20 mm unter der Hochlage derselben liegt, während die Sperrstellung nur 13 mm Hub (von oben gemessen) erfordert. Es ist also zwischen den beiden Tellern ein toter Weg von 7 mm freizulassen, nebst dem erforderlichen Raum für die Mitnehmerrolle des Kontakthebels.

Endlich empfiehlt es sich, zur Erhöhung der Sicherheit wie bei den früher besprochenen Lösungen in jeder Station einen Schieber samt Knebel hinzuzufügen, wodurch sich leicht die zweckmäßigen und erforderlichen mechanischen Abhängigkeiten der Blockfelder voneinander erreichen lassen. Außerdem kann man den Knebelstromschließer u1 bezw. u2 hinzufügen und dadurch eine weitere Sicherung gegen unzulässige Blockvorgänge gewinnen.

In Fig. 19 ist die soeben entwickelte Anordnung und Schaltung vollständig dargestellt.

Die Blockvorgänge für die Fahrt eines Zuges von S1 nach S2 werden sich demgemäß in folgender Weise abwickeln (vgl. Fig. 19):

1. Station S1 legt den Knebel nach rechts um (für Ausfahrt) und läutet nach S2 mittels des Wecktasters. Die Wecktaster und Wecker sind am zweckmäßigsten in die Leitung L3 einzuschalten, wenn man es nicht vorzieht, für die Weckersignale eine besondere Weckerleitung vorzusehen. Letztere Anordnung kann deshalb als empfehlenswert bezeichnet werden, weil bei Mängeln an der Gleichstromklemme des Induktors gelegentlich der Abgabe von Weckersignalen niemals unbeabsichtigte Verschlußlösungen an den Blockwerken vorkommen können.

2. Kann die Station S2 den angebotenen Zug annehmen, so muß S2 den Knebel nach rechts (Einfahrt) umlegen und den Blocktaster Z2 allein niederdrücken. Dabei kommt sofort der Verschlußwechsel an Z2 zur Wirkung, so daß der Schieber in S2 festgehalten, der Tellerkontakt an Z2 umgeschaltet und die ordentliche Blockung von Z2 erzwungen wird. Die Umlegung des Knebels nach rechts ist unbedingt erforderlich, weil sonst der Umschalter u2 den Stromweg vom Induktor zum Blockfeld Z2 unterbrochen hält. Außerdem ist der Stromkreis für die Blockung von Z2 allein nur dann geschlossen, wenn A2 geblockt ist (Tellerkontakt t2 und dritter Druckstangenkontakt an A2).

Es könnte aber vorkommen, daß Z2 gedrückt wird, bevor noch der Knebel K2 nach rechts umgelegt wurde. Dann könnte infolge der Unterbrechung bei u2 die Blockung von Z2 nicht vorgenommen werden; nach dem Loslassen des Druckknopfes Z2 bliebe aber der Schieber infolge der Wirkung des Verschlußwechsels an Z2 in der unrichtigen Lage gesperrt, und damit wäre der ganze Blockbetrieb gleich zu Anfang gestört. Dagegen kann man sich aber in folgender einfacher Weise schützen: Am Schieber sind die beiden Verschlußbacken N und N1 angeschraubt. Diese lassen einen U-förmigen Sperrkanal frei, in den ein Stift an der Riegelstange von Z2 eintritt. Die Abmessungen dieser Verschlußorgane sind so gewählt, daß der Schieber gesperrt ist, wenn sich die Riegelstange von Z2 in der Arretierungsstellung (rechts oder links von N) befindet. In dieser Stellung ist der Stift 13 mm tiefer als bei der Hochlage der Riegelstange. Diese Stellung wird dann erreicht, wenn das Blockfeld Z2 vollständig geblockt ist.

Wenn aber der Blocktaster Z2 ganz niedergedrückt wird, so erreicht die Sperrstange von Z2 die tiefste Stellung (20 mm unter der Hochlage), so daß der Stift an dieser Sperrstange in den horizontalen Theil des Verschlußkanales eintreten kann, sobald der Schieber durch Umlegen des Knebels nach rechts verschoben wird. Der Verschlußbacken N wird dabei über den Stift hinübergeschoben.

Man erkennt also, daß das Niederdrücken des Blocktasters Z2 wirkungslos bleibt, falls der Knebel noch nach links (Ausfahrt) gewendet ist, daß es aber genügt, bei vollständig niedergedrücktem Blocktaster Z2 den Knebel nach rechts (Einfahrt) umzulegen, um die Blockung von Z2 zu ermöglichen. Der Verschlußwechsel an Z2 sorgt dafür, daß diese Blockoperation ordnungsgemäß ausgeführt werden muß. Es wird dabei folgender Stromweg benutzt (Fig. 19):

Textabbildung Bd. 326, S. 522

Vom Induktor J2 (Wechselstromklemme W2) über den Knebelkontakt u2 zum Tellerkontakt t2 am Ausfahrtblock A2, über den dritten Taster an A2 (behufs Ueberprüfung des Blockverschlusses von A2) zum zweiten Taster von Z2 (Kontakt y2), durch m5 (Fenster Z2 wird rot) zum ersten Taster von Z2 (Kontakt L1), dann auf der Leitung |523| L1 zur Station S5 weiter über den Tellerkontakt an Z1 zum Blockfeld A1 (Elektromagnet m1 Fenster A1 wird weiß) und zur Rückleitung, die in der Station S2 zum Induktorkörper J2 führt.

In der Station S2 wird also das Zustimmungsfeld Z2 geblockt und dadurch der Schieber Sch2 verriegelt, so daß auch A2 sicher gesperrt bleibt, während in der Station S1 das Ausfahrtblockfeld A1 frei wird und den Schieber Sch1 sicher in der richtigen Lage festhält. Infolgedessen ist in der Station S1 das Einfahrtblockfeld E1 zuverlässig gesperrt.

Sobald A1 freigeworden ist, bleibt ein Versuch, das Blockfeld Z1 allein zu verschließen, wirkungslos, weil der Knebelkontakt u1 und der Tellerkontakt t1 an A1 unterbrochen ist, so daß der Strom vom Induktor nicht zum Blockfeld Z1 allein gelangen kann. Bei dem soeben erwähnten Versuch, Z1 allein zu blocken, bleibt zwar der Druckknopf von Z1 infolge der Wirkung des Verschlußwechsels an Z1 in halbgedrückter Stellung gefangen, dies ist jedoch ganz unbedenklich, da ja später Z1 zugleich mit A1 wieder niedergedrückt werden muß und in ganz normaler Weise geblockt wird.

Textabbildung Bd. 326, S. 523

Das vorzeitige Niederdrücken von Ai (zugleich mit Z1 wird aber dadurch verhindert, daß A1 mit der mechanischen Druckknopfsperre versehen wird, welche erst dann beseitigt wird, wenn das Ausfahrsignal auf „Fahrt“ und dann wieder auf „Halt“ zurückgestellt wird. Dabei kommt die Unterwegs- und Hebel-Endsperre zur Wirkung, welche im Verein mit dem Verschlußwechsel an A1 und eventuell auch mit der magnetischen Flügelkupplung am Ausfahrsignalmast die Blockung des Anfangsfeldes A1 erzwingt.

3. Nach Ausfahrt des Zuges aus der Station S1 und nach Rückstellung des Ausfahrsignalstellhebels auf „Halt“ wird der Doppeltaster A1Z1 niedergedrückt und durch Drehen an der Induktorkurbel Wechselstrom auf folgendem Wege abgesendet:

Vom Induktor J1 (Wechselstromklemme W1) zum ersten Druckstangentaster an A1, dann über m1 (Blockfenster A1 wird rot) zum zweiten und dritten Druckstangentaster an A1, dann über den zweiten Druckstangentaster (Kontakt y1) des Blockfeldes Z1 zum Elektromagneten m2 (Blockfenster Z1 wird rot), weiters über den ersten Druckstangentaster an Z1 zur Leitung L2 und zur Station S2, dort über den Tellerkontakt an Z2 (unterer Kontakt) zum Endblockfeld E2 und durch den Elektromagneten m4 desselben (Fenster wird weiß) zur Rückleitung und auf derselben zum Induktor J1 zurück.

In der Station S1 wird dabei nach vollständig durchgeführter Blockung die Sperrung des Schiebers Sch1 welche bisher die Riegelstange von A1 besorgt hatte, aufgehoben, jedoch zugleich durch die Riegelstange von Z1 wieder ersetzt. In der Station S2 kommt zu der schon vorhandenen Sperrung des Schiebers Sch2, welche die Riegelstange von Z2 besorgt, noch die Sperrung durch die ausgelöste Riegelstange von E2 hinzu.

4. Sobald der Zug an dem auf „Fahrt“ stehenden Einfahrsignale der Station S2 vorbeigefahren ist und die elektrische Druckknopfsperre( Auslösevorrichtung) an E2 ausgelöst hat, kann nach Rückstellung des Einfahrsignalstellhebels der Blocktaster E2 niedergedrückt werden, so daß beim Drehen der Induktorkurbel Ströme auf folgendem Wege abgesendet werden:

Vom Induktor J2 (Wechselstromklemme W2) zum ersten Kontakthebel an E2 über den Elektromagneten m4 (Fenster E2 wird rot) zum zweiten und dritten Kontakthebel an E2, ferner über den Kontakt x2 des zweiten Tasters an Z2 zum Elektromagneten m5 (Fenster Z2 wird weiß) und über den ersten Kontakthebel an Z2 zur Leitung L3, auf derselben zur Station S1 und dort über den ersten Kontakthebel an Z2 zum Elektromagneten m2 (Fenster Z1 wird weiß); dann zum zweiten Kontakthebel an Z (Kontakt x1) und über den dritten Kontakthebel an E1 zur Rückleitung und auf derselben zum Induktor J2 zurück.

Damit ist der Ruhezustand aller Blockfelder wieder erreicht, denn die Signalfelder A1 E2 E2 A2 sind wieder geblockt, die Zustimmungsfelder Z1 Z2 wieder frei, und auch beide Schieber können mit Hilfe der Knebel wieder beliebig bewegt werden, um für einen Gegenzug oder für einen Folgezug von neuem die ganze Reihe der Blockoperationen in der vorgeschriebenen Art und Weise zwangsweise festzulegen.

(Schluß folgt.)

|519|

D. R. P. Nr. 64179.

|519|

Vgl. Scholkmann, S. 966.

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