Titel: EINGESANDT.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1911, Band 326/Miszelle 1 (S. 672)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj326/mi326mi42_1

EINGESANDT.

Ausbildung von Ingenieuren im höheren Verwaltungsdienst.

Der Verein deutscher Ingenieure hat an die Oberbürgermeister und Bürgermeister aller größeren und mittleren deutschen Städte das Ersuchen gerichtet, Absolventen der Technischen Hochschulen, die sich der Verwaltung widmen wollen, Gelegenheit zur praktischen Ausbildung in den verschiedenen Zweigen der ihnen unterstellten Verwaltungen zu geben.

Für diese Ausbildung hat der Verein Leitsätze aufgestellt, aus denen folgendes hervorgehoben sei: Für die Ausbildung kommen nur Diplom-Ingenieure in Betracht, die bereits während ihrer Studienzeit verwaltungswissenschaftliche, insbesondere rechts-, wirthschafts- und sozialwissenschaftliche Studien getrieben haben. Die Ausbildung soll alle Gebiete des kommunalen Verwaltungswesens umfassen und sich nicht nur auf die technischen Verwaltungszweige erstrecken. Die auszubildenden Diplom-Ingenieure sollen sich in den Verwaltungsstellen, denen sie zur Beschäftigung überwiesen werden, möglichst selbständig betätigen; die Ausbildungszeit, in der sie vorwiegend rezeptiv tätig sind, ist also tunlichst einzuschränken. Es ist erwünscht, daß den Auszubildenden Referate aus dem Gebiete der Verwaltungsstelle, der sie jeweils zur Beschäftigung überwiesen sind, übertragen werden. Die Dauer der Ausbildung wird mindestens die Zeit eines geschlossenen Etatsjahres betragen müssen. Die Ausbildung soll ohne Verbindlichkeit für spätere Anstellung oder Beschäftigung und in der Regel unentgeltlich erfolgen.

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