Titel: Lasco-Patent-Brettfallwerke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1912, Band 327 (S. 140–142)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj327/ar327044

LASCO-PATENT-BRETTFALLWERKE.

Inhaltsübersicht.

Beschreibung einer neuen Form von Fallwerken.

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Die im nachstehenden abgebildeten und beschriebenen Fallwerke stellen eine Neuerung dadurch dar, daß im Gegensatz zu den bisherigen Fallwerken der Durchbildung der Ständerform ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet ist. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind diese Ständer ungewöhnlich stark und widerstandsfähig ausgebildet, wodurch ein unbedingt sicherer Schlag erzielt wird. Sie haben die aus Fig. 2 ersichtliche, durch eine Rippe versteifte V-Form, und es ist besonderer Wert darauf gelegt, daß jede schwächende Durchbrechung, welche die Standfestigkeit ungünstig beeinflußt, vermieden wird. Die Ständer sind durch die aus Fig. 1 ersichtlichen seitlichen Stellschrauben verstellbar, so daß das Einpassen der Gesenke erleichtert und ein unbedingt genauer Schlag gewährleistet wird. Aus Fig. 3 und 4 sind Einzelheiten der Kopfplatte |141| ersichtlich. Das wesentlich Neue dieser Lasco-Patent-Brettfall werke besteht darin, daß die Einrichtung zum Heben und diejenige zum Festhalten der Bretter gesondert ist. Zum Heben dienen die aus Fig. 3 ersichtlichen Hubwalzen, welche exzentrisch gelagert sind und daher dem Brett genähert oder von ihm entfernt werden können.

Textabbildung Bd. 327, S. 141
Textabbildung Bd. 327, S. 141
Textabbildung Bd. 327, S. 141
Textabbildung Bd. 327, S. 141
Textabbildung Bd. 327, S. 141
Textabbildung Bd. 327, S. 141

Es erfolgt diese Bewegung durch die Steuerstange, welche auf der Vorderseite der Fallwerke ersichtlich ist. Durch ihr eigenes Gewicht wird diese Stange nach unten bewegt und dadurch die entsprechende Walze an das Brett angedrückt, |142| so daß ein Heben des Bars stattfindet. Durch Anschlagen der Nase des Bars an den Hebelarm, welcher sich an der Steuerstange befindet, wird letztere und somit die an ihr befestigte Walze ausgerückt und der Bär fällt von neuem. Dieses Spiel wiederholt sich so lange, bis der Fußtritt entlastet wird, der sich vor dem Hammer befindet. Hierdurch werden dann die in Fig. 4 dargestellten Klemmbacken geschlossen und das Brett festgehalten. In Fig. 5 u. 6 ist die Steuereinrichtung noch ausführlicher dargestellt. Es ist hieraus auch die patentierte Einrichtung ersichtlich, durch welche es möglich ist, während des Betriebes die Schlagstärke beliebig zu ändern. Durch diese Einrichtung können die Lasco-Patent-Brettfallwerke auch als Reckhämmer benutzt werden. Die Ausführung vorerwähnter Fallwerke erfolgt durch die Firma Brüder Boye, Berlin.

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