Titel: Polytechnische Schau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1919, Band 334 (S. 165–170)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj334/ar334044

Polytechnische Schau.

(Nachdruck der Originalberichte – auch im Auszuge – nur mit Quellenangabe gestattet.)

Werkstattstechnik.

Lehren und Meßgeräte. Bei der Aufstellung von Lehren-Zeichnungen sind folgende Gesichtspunkte zu beachten:

1. Leichte und praktische Handhabung der Lehren. Die Leeren müssen gut anzulassen und festzuhalten sein, besonders wenn ihr Gewicht groß ist und sie, wie z.B. Lehrschrauben, mit einer gewissen Anstrengung in das Werkstück einzuführen sind. In letzterem Falle empfiehlt sich die Anbringung von Querstiften, um die Schraubbewegung bequemer ausführen zu können. Die Bauart der Lehren muß so sein, daß auch wenig technisch geschulte, ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen diese wirksam benutzen können. Für Rachen- und Gabellehren sind in solchen Fällen, in denen diese Art Lehren zu schwer würden oder aus anderen Gründen nicht benutzt werden können, Lehren mit Strichmarken oder Lehren mit Gefühlshebel (Minimeter) zu benutzen.

2. Einfachste Bauart, Wegfall jeder Verzierung, Rücksicht auf billige Fertigkeit. Jede Lehre soll grundsätzlich nur eine einzige Abmessung des Werkstückes prüfen. Lehren für mehrere verschiedene Abmessungen sind nur scheinbar billiger. Die Arbeitsteilung ist dann nicht möglich, und die Lehre wird unbrauchbar, wenn eine Abmessung des Werkstückes nachträglich geändert wird. Vielseitige Lehren geben u. U. auch leicht Anlaß zu Verwechselungen. Blattlehren sollen in den einspringenden Winkeln Bohrungen oder Einschnitte haben, damit sie gut scharf ausgearbeitet werden können, und anhaftender Schmutz nicht schadet. Etwaige Strichmarken sollen jedoch nicht in diese Ecken fallen, sondern stets außerhalb derselben liegen, damit sie mit Sicherheit gesehen werden können, Formlehren sollen nur an den geschweiften Stellen am Werkstück oder der Gegenlehre anliegen. Es verteuert die Herstellung der Lehren außerordentlich, wenn man sie auch an unnötigen Stellen zur Anlage bringt. Lehrmuttern sind zweckmäßig zylindrisch und nicht, wie vielfach üblich, aus einem vierkantigen Stück Stahl anzufertigen. Zylindrische Lehrmuttern sparen Stahl und sind billiger in der Herstellung. Erwünschten Falles kann man zylindrische Lehrmuttern in Platten aus weichem Eisen einsetzen. Griffe sollen der Stahlersparnis wegen stets eingepreßt oder eingeschraubt und aus weichem Eisen in möglichst einfacher Drehform hergestellt sein. Aussparungen werden zweckmäßig rund gemacht, weil solche auf der Bohrmaschine billig hergestellt werden können.

3. Werkstoff für Lehren. In den meisten Fällen ist nur guter härtbarer Werkzeugstahl zu verwenden, für ringförmige Lehren, besonders solche mit geringer Wandstärke, empfiehlt sich S.-M.-Stahl, der dann im Einsatz zu härten ist. Formlehren, die sich beim Härten ververziehen und schwer auf genaue Form zu schleifen sind, können auch aus ungehärtetem Stoffe bestehen. Es ist aber damit zu rechnen, daß sie bald abgenutzt sind und ausgemustert werden müssen. Lehrschrauben und Lehrmuttern sollen, wenn irgend möglich, so lang wie das zu prüfende Gewinde sein. Ist zu befürchten, daß durch das Schrumpfen des Stahles beim Härten die Gewindesteigung ungenau wird, oder sich die Lehre krumm zieht, so kann man die Länge auf drei Viertel der Werkstücklänge beschränken, oder man fertigt eine ungehärtete leichtgehende Lehre zur Prüfung der Gewindelänge in gleicher Länge wie das Werkstück und eine zweite gehärtete kürzere zur Prüfung des Gewindedurchmessers an. Ungleichmäßige Wandstärken, scharfe Kanten usw., die |166| beim Härten springen würden, sind zu vermeiden, soweit das irgend möglich ist, besonders an solchen Stellen, wo es nur auf Gewichtserleichterung und nicht auf genaue Form ankommt. Gehärtete Lehren sollen zur Beseitigung von Härtespannungen 12–24 Stunden in einem abgeschlossenen Raume oder einem Oelbade einer Temperatur von 140–150° ausgesetzt werden.

4. Genauigkeitsgrad. Dorn-, Ring-, Blatt- und Gewindelehren können ohne besondere Schwierigkeiten mit 0,005 bis 0,01 mm Genauigkeit hergestellt werden, also darf dieser Genauigkeitsgrad auch vorgeschrieben werden. Hingegen werden Formlehren höchstens bis zu 0,1 mm Genauigkeit verlangt werden können. Als zulässige Abnutzung der Lehren nehme man etwa 1/20 der Toleranz. Sehr zweckmäßig ist es, auf den Zeichnungen der Lehren diejenigen Maße hervorzuheben, deren genaue Einhaltung unbedingt notwendig ist. Die unnötige Verteuerung der Lehren wird dadurch vermieden, denn es kann nicht von dem Verfertiger der Lehre verlangt werden, daß er über die Verwendungsart der Lehre erschöpfend Bescheid weiß.

5. Bezeichnung. Die Bezeichnung soll enthalten Namen des Werkstückes, eventuell Nummer desselben auf der Stückliste, Maß, welches mit der Lehre gemessen werden soll, damit bei späterer Aenderung der Abmessung keine Verwechselungen vorkommen können. Die Bezeichnung wird am besten vor dem Härten mit Stempeln aufgeschlagen oder nachträglich aufgeätzt.

6. Gegenlehren. Gegenlehren dienen zweierlei Zwecken. Erstens braucht man sie zur Prüfung der eigentlichen Gebrauchslehren auf Abnutzung und zweitens sind sie bei der Herstellung von neuen Formlehren zum Ersatz ausgemusterter Lehren unumgänglich notwendig. Wollte man Ersatzformlehren nur nach Zeichnung anfertigen, so wird man in sehr vielen Fällen eine unzulässig große Abweichung der ursprünglichen und zu zweit angefertigten feststellen können. Der Konstrukteur tut demnach gut, die Gegenlehre von vornherein gleich mit zu zeichnen, um bei späterer Neubeschaffung von Lehren eine Verzögerung zu vermeiden. Gegenlehren haben bei Blattlehren die der eigentlichen Lehre entgegengesetzte Form. Ringlehren haben bis etwa 50 mm Durchmesser volle zylindrische oder konische Gegenlehren, darüber hinaus werden die Gegenlehren der leichteren Handhabung wegen als Flachlehren oder Stichmasse ausgeführt. Dornlehren werden meistens mit ringförmigen Gegenlehren, weniger oft mit Rachen-Gegenlehren versehen. Gewinde-Gegenlehren sollen einen saugenden Gang haben und einen Ausschnitt besitzen, damit man sehen kann, ob die Gewindeflanken richtig tragen.

7. Meßgeräte. Meßgeräte werden meistens nur an einigen besonders stark dem Verschleiß ausgesetzten Stellen gehärtet werden können. Die Maßeinteilung muß besonders sorgfältig geschehen, wenn diese in mm abgelesen werden soll. Als Nonius empfiehlt sich der zwanzigteilige, den man gegebenenfalls mit einer Lupe abliest. Wichtig ist, daß man auf die Ausgangstemperatur der benutzten Maßstäbe Rücksicht nimmt. Meßgeräte, die für eine Normaltemperatur von 20° gebaut werden sollen, dürfen nicht ohne weiteres mit einem Maßstabe von 0° Normaltemperatur geaicht werden. (Werkstattstechnik 1919, Heft 8.)

Staufferbüchsen können als Saugkörbe zu Kühlpumpen der Werkzeugmaschinen verwendet werden, indem man den Deckel siebartig durchbohrt und in den Schaft nach dessen Ausbohrung auf etwas größeren Durchmesser eine Stahlkugel als Fußventil einlegt. (Werkstattstechnik 1919, Heft 9.)

Massenerzeugung von Drehstählen mit aufgeschweißter Schneide aus Schnelldrehstahl erfolgt zweckmäßig unter Lufthämmern in besonderen Formgesenken, die dem Stahlschaft die richtige Form vor dem Aufschweißen der Plättchen aus Schnelldrehstahl geben. Das vorderste Ende wird mittelst besonderer Haumesser auf richtigen Winkel und Schneidenform abgeschnitten. Das Aufschweißen der Schneide erfolgt nach bekannter Art, indem man Schaft und Schneide gemeinschaftlich auf Schweißhitze bringt und in einem besonderen Schweißgesenk in einer Presse vereinigt. Beschreibung und Zeichnung der Gesenke für verschiedene Stahlformen ist in dem genannten Aufsatz enthalten. (Werkstattstechnik 1919, Heft 10.)

Beim Verbleien von Hohlkörpern aus Schwarzblech zeigen sich bei unzureichender Reinigung der Werkstücke vor dem Einbringen in das Bad blaue Stellen an der Oberfläche und Roststellen an den Nieten. Der Zunder der Bleche muß durch Beizen in 5 v. H. der Schwefel- oder Salzsäure bis auf den letzten Rest lostgelöst und durch Stahlbürsten und Sand entfernt werden. Das Blech muß nach der Reinigung die reine hellgraue Metallfarbe. zeigen. Vereinzelt sich zeigende schwarze Flächen sind mittelst eines Schabers oder durch Betupfen mit Salpetersäure zu entfernen, die durch Zusatz von Kochsalz oder Kienruß noch in ihrer Wirkung verschärft werden kann. Die in Poren und an versteckten Ecken hängen bleibenden Säurenreste müssen mit viel Wasser weggespült und mit Kalkwasser gut neutralisiert werden, um späteres Rosten zu vermeiden. Das Werkstück wird dann in Lötwasser getaucht und in ein Bad aus 34 v. H. Zinn und 66 v. H. Blei verbracht, das zum Schutz gegen Oxydation mit einer Schicht Chlorzink bedeckt ist. Bei Verwendung dekapierten Bleches kann die Entzunderung entbehrt werden. (Werkstattstechnik 1919, Heft 10.)

Eine Hängebahnanlage der Kaiser & Co. Maschinenfabrik A.-G. in Cassel wird in Werkstattstechnik 1919, Heft 11 beschrieben. Die Anlage war zur leichten Beförderung von Geschoßkörpern von einer Arbeitstelle zur andern bestimmt, wird aber auch für den Friedensbetrieb sehr gute Dienste leisten. Die Laufkatze hat zwei Räder ohne Spurkranz auf einer gemeinschaftlichen Achse. Als Geleise dienen zwei in bestimmtem Abstande verlegte I-Eisen. Die Führung übernehmen zwei senkrecht zwischen den I-Eisen montierte Rollen. Dadurch wird das Durchfahren besonders kleiner Krümmungsradien ermöglicht. Der Fahr widerstand ist wegen der Lagerung der Laufrollen in Kugellagern sehr klein. Die Weichen brauchen keinerlei bewegliche Zungen. Die Tragorgane für die zu befördernden Lasten können sehr verschiedener Art sein: Zangen, Pratzen, Gefäße aller Art, Aufhängegestelle usw., die unmittelbar oder mittelst eines Flaschenzuges an die Laufkatze gehängt sind.

Die erste Anwendung der Kugellagerung geschah im Jahre 1769 zur Beförderung eines Felsblockes von 15,6 × 8,4 × 7,3 m von der Fundstelle zur Newa (6,4 km), wo er auf ein Floß verladen und nach Petersburg gebracht wurde. Von der Landungsstelle bis zum Standort wurde der Block auf die gleiche Weise 21,3 km weit befördert, und diente als Sockel für das Standbild Peters des Großen. Der Leiter dieser Arbeit war der griechische Ingenieur Graf Carburi. Die Lagerung bestand aus Holzschienen, die mit Bronzelaufflächen versehen waren. Die Kugeln bestanden ebenfalls aus Bronze. Die Schienen wurden durch Arbeiter hinter dem Block weggenommen und vor dem Block wieder verlegt. Bei Richtungsänderungen wurde der Block durch Schraubenwinden gehoben, ein Kugellagerring untergeschoben und der Block gedreht. Die Beförderung dauerte vom März bis September 1769. Der Block wurde bereits während der Beförderung bearbeitet.

Prg.

|167|

Fabrikorganisation und Werkstattbetrieb.

Betriebüberwachung. Ueber ein eigenartiges Verfahren zur Ueberwachung der Arbeitintensität in Werkstätten mit ausgedehnter Preßluftverwendung berichtet E. Sachsenberg in der „Werkstattstechnik“ vom 1. 3. 19. An die Preßluftleitung wird an bestimmter Stelle ein selbstschreibender Druckmesser angeschlossen. Dieser zeigt während der Arbeitsruhe 0 at Druck an so lange, bis die Verdichter zu arbeiten anfangen. Der Druck steigt alsdann auf den höchsten Verdichtungsdruck (6,5 at), so lange keine Entnahme stattfindet. Beim Beginn der Arbeit sinkt der Druck in der Leitung entsprechend der Stärke der Entnahme. Die Druckkurve gibt daher ein deutliches Bild der Arbeitintensität zu jeder Zeit. Die dargestellte Druckkurve, die für den Verlauf typisch ist, zeigt deutlich den langsamen Beginn der Arbeit am Morgen und nach der Mittagpause, ferner die übermäßige Ausdehnung der Frühstückpause auf nahezu eine Stunde. Sie gibt ferner ein deutliches Bild, wie die Arbeitstärke gegen Schluß des Tages allmählich absinkt und zeigt endlich, sehr deutlich den geringen Wirkungsgrad der Ueberstunden, in denen nach der dargestellten Kurve kaum zur. Hälfte der Zeit überhaupt gearbeitet worden ist.

Textabbildung Bd. 334, S. 167

Der Verfasser weist darauf hin, daß man mit derartigen Feststellungen nicht nur an Preßluftbetrieb gebunden ist, sondern daß man ähnliche Feststellungen zum Beispiel auch mit Preßwasser, Dampf- und elektrischen Leitungen sowie den Transportstraßen machen könnte.

Speiser.

Die Siemens-Werke haben nach Beendigung des Krieges ihre Betriebe wieder ganz auf Friedensarbeiten eingestellt. Einen allgemeinen Ueberblick über diese Arbeiten suchten sich die Mitglieder des Berliner Elektrotechnischen Vereins zu verschaffen, die am 31. Mai einen Teil der Siemensstädter Werke besichtigten. Im Blockwerk (Siemens & Halske A.-G.) sahen sie an dem Modell einer zweigleisigen Bahnstrecke die Arbeitsweise eines Stellwerks und der Blockapparate, wie sie bei der Preußischen Staatsbahn im Gebrauch sind. Bei diesem System werden die Signale von Hand bedient. Man kann aber bei Schnellbahnen mit dichter Zugfolge das Stellen der Signale auch durch die Züge selbst ausführen lassen, wie es z.B. bei der Berliner Hochbahn geschieht. Hier sind die beiden Fahrschienen der Blockstrecke voneinander isoliert. In einer unbesetzten Strecke liegen die Signalrelais zwischen den beiden Fahrschienen, die ihnen den Strom zuführen; ist die Strecke besetzt, so sind die Relais durch die Zugachsen kurz geschlossen. Der Bahnstrom wird durch die Schienen zurückgeleitet, ohne die Signalrelais zu beeinflussen. Besonderes Interesse erweckte das Modell einer Ablaufanlage, wie sie auf dem Bahnhof Herne ausgeführt worden ist. Hier stellen sich die vom Ablaufberg abrollenden Güterwagen ihre Fahrstraße selbsttätig ein. Im Wernerwerk (S. & H.) besuchte man den reichhaltig ausgestatteten Ausstellungsraum, in dem die Zentraluhrenanlage, viele Meßinstrumente und ein Siemensscher Schnelltelegraph vorgeführt wurden. Die Wirkung der Pupinspulen in Fernsprechkabeln und der Einfluß von Kathoden-Verstärkerröhren auf die Verständigung in Fernsprechleitungen konnten an Modellen gut beobachtet werden. Die Fernsprechzentrale der Siemens-Werke gab Gelegenheit, Erzeugnisse des Wernerwerkes im praktischen Betriebe kennen zu lernen. Die Zentrale arbeitet ganz selbsttätig; zum Herstellen der etwa 75000 Verbindungen, die täglich zwischen den rund 4000 Anschlüssen auszuführen sind, ist keinerlei menschliche Vermittelungstätigkeit erforderlich. Wenn auch der Besuch des Amtes nicht in die Geschäftsstunden fiel, so erhielten doch die Besucher einen recht guten Ueberblick über die Betriebsweise des Amtes, das in seinem Umfange etwa der Anlage einer Stadt mit 130000 Einwohnern entspricht. Da sich in dem Gebäude der Siemens-Zentrale auch die Feuerwache Siemensstadt befindet, nahm man auch Gelegenheit, die Zuverlässigkeit der Feuermeldeanlagen zu erproben. Es wurden künstlich Leitungstörungen verschiedener Art hergestellt und nachgewiesen, daß trotzdem die Meldungen einwandfrei eingehen.

Die Dynamohalle (Siemens – Schuckertwerke G. m. b. H.) mit ihren riesigen Werkzeugmaschinen und den halb und ganz fertigen Generatoren verfehlte den mächtigen Eindruck nicht, den sie auf alle Besucher ausübt.

Eine Anzahl der Teilnehmer suchte dann noch das Kleinbauwerk (S. S. W.) auf. Der Besuch galt in der Hauptsache der Kriegsblindenabteilung, die nach Kriegsausbruch gegründet worden ist. Die hier im praktischen Betriebe vorgeführten Arbeitsmöglichkeiten für Blinde boten viel des Anregenden. Großes Interesse erweckten einige Einrichtungen, die es ermöglichen, die Blinden, darunter sogar einarmige, an Maschinen zu beschäftigen. U.a. ist ein Blinder imstande, zwei halbselbsttätige Maschinen zu bedienen. Durch geeignete Schutzvorrichtungen, die Verletzungen ausschließen, ist auch für Blinde Arbeit an Maschinen der verschiedensten Art möglich.

Bz.

Bohrtechnik.

Dr.-Ing. Bieske tritt in der Zeitschrift „Pumpen -und Brunnenbau, Bohrtechnik“ für eine weitgehende Normalisierung im Brunnenbau ein, die große Vorteile derselben Art verspricht wie die Normen auf dem Gebiete der übrigen Industrie. Besonders wichtig erscheint die Aufstellung einer Reihe von Normaldurchmessern für die Bohrrohre, die gleichzeitig für die Rohrfilter zu gelten hätte. Bieske schlägt Durchmesser von 114, 165, 216, 267 und 305 mm mit einer für alle Durchmesser gleichen Wandstärke vor. Bohrwerkzeuge, Verschraubungen, Armaturen, Zubehörteile, Pumpen, Bohrgestänge usw. wären dann nicht mehr in den unendlich vielen wilden Durchmessern von den Brunnenbohranstalten vorrätig zu halten, und jede Firma könnte ohne Schwierigkeiten Arbeiten einer anderen ergänzen, fortführen oder wieder in Stand setzen. Die Walzwerke könnten sich auf wenige Rohrsorten beschränken und könnten dadurch die Rohre billiger liefern. Besonders beim Bau von Tiefbrunnen mit Teleskop-Verrohrung zeigt sich der Vorteil der Normalisierung in erhöhtem Maße.

Auch für Kesselbrunnen, die ja meistens aus Zementrohren bestehen, ist die Einführung von Normaldurchmessern aus gleichen Gründen äußerst erwünscht. Daran |168| würde sich die Normalisierung der zugehörigen Abdeckplatten, Einsteigluken, Entlüftungsbogen, Traufrinnen usw. leicht und wirkungsvoll anschließen.

Abessinierbrunnen dürften ebenfalls zur Normalisierung reif sein. Wer im Felde solche schlagen durfte, wird darüber im Klaren sein, daß die vielen verschiedenen Ausführungen die Arbeiten oft in bedenklichem Maße störten.

Wie bei den Normenbestrebungen in anderen Industrieen ist es nicht zu umgehen, daß eine große Anzahl von Unternehmern, die schon jetzt für ihren eigenen Betrieb Normen eingeführt haben, Opfer im Interesse des Ganzen werden bringen müssen. Diese Opfer werden sich aber letzten Endes durch allseitig verminderte Kosten wieder ausgleichen.

Bohren sehr enger und besonders tiefer Löcher, z.B. 3 mm und 150 mm tief, geschieht zweckmäßig wie folgt: Man spannt den Spiralbohrer von 3 mm genau zentrisch in Support oder Reitstock der Drehbank und läßt ihn dabei nur etwa 10 mm überstehen. Damit bohrt man zunächst das Loch 10 mm tief, wobei streng darauf zu achten ist, daß der Bohrer sich nicht verläuft. Mit einem zweiten, an der Spitze etwas einseitig geschliffenen Spiralbohrer von 2,8 mm bohrt man dann auf die gleiche Art, nur mit bedeutend größerem Ueberstande des Bohrers weiten Man kann ungefährdet ohne Absetzen 50 mm tiefer bohren, wenn man große Umdrehungszahl, kleinen Vorschub und recht dünnflüssiges Oel, eventuell mit einem Zusätze von Petroleum verwendet. Der einseitig geschliffene Bohrer bohrt auf 3 mm aus, geht also im Loch frei und erwärmt sich weniger. (Werkstattstechnik 1919, Heft 8.)

Prg.

Elektrotechnik.

Genaue Frequenzmessung. In der Zeitschrift für Instrumentenkunde 1919, S. 139, wird eine von Schering angegebene Methode zur genauen Frequenzmessung kurz beschrieben. Sie beruht darauf, daß zwischen die Enden der beiden Zinken einer kräftig magnetisierten stählernen Stimmgabel von 240 mm Länge und 4,6 × 6 mm Zinkenquerschnitt eine Spule von 1000 Windungen eines 0,05 mm starken isolierten Kupferdrahtes mit einem Eisenkern von 7,6 × 7,6 mm Querschnitt gebracht wird, in der beim Anstoßen der Gabel durch deren Schwingungen ein Wechselstrom von der Frequenz der Stimmgabelschwingungen erzeugt wird. Dieser Strom wird in ein Vibrationsgalvanometer geschickt, das auf die Schwingungszahl der Gabel abgestimmt ist. Das verwendete Vibrationsgalvanometer war so empfindlich, daß Schwingungen von kaum mehr sichtbarer Amplitude einen genügend großen Wechselstrom erzeugten. In das Vibrationsgalvanometer wird gleichzeitig ein Teil des Wechselstromes geleitet, dessen Frequenz gemessen werden soll. Durch die Ueberlagerung beider Ströme kommen Schwebungen im Vibrationsgalvanometer zustande, aus deren Dauer man den Unterschied der Frequenzen der beiden Wechselströme messen kann. Als besonderer Vorzug der Methode muß angesehen werden, daß man durch die Schwebungsmessung die Abweichung von der richtigen Frequenz mißt und daher zu sehr genauen Werten kommen wird. Die Meßgenauigkeit ist mit 0,1 v. H. angegeben. Der Temperaturkoeffizient von. Stimmgabeln ist so gering, daß er bei Zimmertemperatur vernachlässigt werden kann.

Um die Frequenz der Stimmgabel auf verschiedene Werte abstimmen zu können, ist auf jedem Zinken ein Laufgewicht von 39,7 g verschiebbar angebracht. Die Frequenz kann von 40 bis 60 Per/s geändert werden, wobei eine Verschiebung der Laufgewichte um 1 mm eine Aenderung der Frequenz um 0,24 Per/s hervorruft.

Die Methode läßt sich auch zur Schlüpfungsmessung kleiner Asynchronmotoren verwenden. Dazu muß man allerdings einen Geber auf die Motorachse aufsetzen. Dieser besteht aus einem kleinen Stahlmagneten, der bei seiner Rotation in einer feststehenden Spule einen Wechselstrom erzeugt, den man mit dem Wechselstrom des Netzes im Vibrationsgalvanometer überlagert. Die Schwebungen sind dann ein Maß für die Schlüpfung.

Schml.

Schaltapparate und Schaltanlagen in den Kriegsjahren. Die während des Krieges notwendig gewordene ausgiebige Verwendung von Zink hat sich für Starkstromanlagen im allgemeinen nicht bewährt. Selbst Leitungschienen aus Zink konnten nur genügen, wenn die Belastung nicht wesentlich über 0,5 Amp./m2 hinausging und die Verbindungstellen reichlich bemessen waren. Die Weichheit des Metalles machte Unterlegscheiben erforderlich. Trotzdem war ein dauernd guter Kontakt nur durch häufiges Nachziehen der Verbindungsschrauben zu erhalten. Elektronmetall zeigte annähernd gleiches Verhalten. Eisen in Form von Drähten oder Rohren hat sich für geringe Belastungen verwendbar erwiesen. Die Zinnknappheit führte dazu, von der üblichen Verzinnung der Verbindungstellen von Kupferschienen abzusehen, Anstände haben sich nicht gezeigt.

Bei Stromwandlern tritt die Neigung hervor, sie vorzugsweise mit Luftisolation zu bauen, einerseits um Oel zu sparen, anderseits sie durch bessere Versteifung kurzschlußsicherer zu gestalten.

In Schaltapparaten sind während des Krieges Gleichstromschalter für Stromstärken bis 10000 Amp. entstanden, die in elektrolytischen Anlagen Verwendung fanden.

Explosionen größerer Oelschalter gehörten bisher beinahe zu den Selbstverständlichkeiten. Es entstanden Ausführungen, bei denen der Kessel für 7 at Druck hergestellt waren. Stern und Biermanns stellten dann fest, daß bei Einbau besonderer Löschkammern kein größerer Druck als ½ at auftrat, die Schaltergehäuse konnten daraufhin wieder leichter gebaut werden.

Um Explosionen unmöglich zu machen, wurde versucht, das Oel durch nicht brennbare Stoffe zu ersetzen, jedoch insofern mit negativem Erfolge, weil das unbrennbare Schalteröl die Kontakte zu sehr angriff. Aussichtsreicher erscheint ein anderer Weg, nämlich die Einführung von Stickstoff in den oberen Schalterraum.

Weitere Versuche von Stern und Biermanns zeigten, daß es möglich ist, einen Schalter zu bauen, der bei Wechselstrom schon nach der ersten Halbperiode den Stromkreis unterbricht. Die zweipolige Unterbrechung jeder Phase hat sich als ausreichend erwiesen, Vielfachunterbrechung bietet keinen Vorteil.

Beim Ueberspannungsschutzproblem hat sich die Sachlage insofern geklärt, daß sowohl der Hörner- als auch der Kondensatorschutz ihre fest umrissene Aufgaben erfüllen. Weiter hat sich die Ansicht durchgesetzt, daß es genügt, diesen Schutz nur an wenigen Hauptpunkten anzubringen. Bezüglich der Schutzdrosselspulen von Hochspannungswicklungen stimmen die Meinungen noch nicht ganz überein.

Die ganz enormen Leistungen, die mitunter auf einen Sammelschienenkreis geschaltet waren, haben bei Kurzschlüssen zu Kabelexplosionen usw. geführt. Den großen Werken blieb nichts weiter übrig, als den Generatoren usw. Reaktanzspulen vorzuschalten, um den Kurzschlußstrom herabzusetzen.

Bei der Anlage von Schaltzellen ist man davon abgekommen, für jede einzelne Phase eine Zelle vorzusehen. Es genügt, wenn die einzelnen Stromkreise in gesonderten Zellen liegen.

Das amerikanische System, das die hochspannungsführenden Teile einer Anlage vorwiegend im Freien unterbringt, wird in Deutschland zwar nicht anerkannt, doch finden gewisse Vorzüge steigende Beachtung.

M.

|169|

Wärmekraftmaschinen und Brennstoffe.

Petroleumbetrieb für Motorpflüge und Zugmaschinen. Da zurzeit ein großer Mangel an Brennstoffen vorhanden ist, werden auch ausländische und besonders amerikanische Motorpflüge und Zugwagen sehr häufig für den Betrieb mit schweren Brennstoffen, besonders mit Petroleum eingerichtet. Auch bei deutschen Motorpflügen versucht man mehr und mehr die schweren Brennstoffe zu verwenden.

Um schwere Brennstoffe, insbesondere Petroleum vergasen zu können, muß dem Vergaser Wärme zugeführt werden. Man unterscheidet hierbei vier verschiedene Wärmezuführungsarten:

1. Erwärmung des Brennstoffes vor Austritt aus der Vergaserdüse, wobei man innerhalb bestimmter Grenzen höchste Leistung, jedoch ungenügende Elastizität erzielt.

2. Auspuffbeheizung der Saugleitung. Hierdurch entstehen hohe volumetrische Verluste, da das ganze Gemisch stark vorgewärmt in den Motor eintritt. Der Brennstoffverbrauch wird durch die gute Vergasung günstig beeinflußt, ebenso wird dabei eine gute Elastizität erreicht.

3. Die Luftvorwärmung, welche sehr häufig wegen ihrer Einfachheit Verwendung findet, ergibt großen volumetrischen Verlust.

4. Vergaserheizung durch Heißwasser oder durch Auspuffgase besitzt alle Vorzüge der genannten Verfahren ohne deren Nachteile. Um hier den volumetrischen Wirkungsgrad zu vergrößern und Frühzündungen zu vermeiden, wird zweckmäßig das Gemisch vor Eintritt in den Zylinder gekühlt, was durch Einführung von Wasserdampf in die Saugleitung geschehen kann.

Der hier zur Verwendung kommende Vergaser soll möglichst einfach und kräftig ausgeführt sein und unterscheidet sich sonst wenig von den normalen Ausführungsarten. Mit dem Vergaser wird in den meisten Fällen ein von ihm unhängiger Verdampfer verbunden. Für einen klagelosen Betrieb von Motorpflügen und Zugmaschinen ist außerdem die Reinigung der angesaugten Luft notwendig. Diese kann auf trockenem oder feuchtem Wege erfolgen. Hierfür sind bereits verschiedene Apparate in Gebrauch.

Textabbildung Bd. 334, S. 169
Textabbildung Bd. 334, S. 169

Eine ganz besondere Aufmerksamkeit muß bei Petroleumbetrieb der Durchbildung der Saugleitung gewidmet werden, damit eine Kondensation des vergasten Brennstoffes vermieden wird. Bei Versuchen zeigt es sich, daß Petroleummischungen in der Saugleitung bei Temperaturen unter 175° kondensieren, wenn nicht die Gasgeschwindigkeit hoch ist. Am zweckmäßigsten ist es deshalb, die Saugleitung zu beheizen. Eine eigenartige Ausbildung der Saugleitung zeigen Abb. 1 und 2. Bei voller Belastung des Motors, also ganz geöffneter Drosselklappe, strömt das Gemisch unmittelbar vom Vergaser in die Zylinder (Abb. 1), und zwar in kaltem Zustande, was für Vollbelastung bei Petroleumbetrieb notwendig ist. Bei Leerlauf dagegen oder leichter Belastung schließt die Drosselklappe den Durchgang durch das Saugrohr ab, und das Gasgemisch ist gezwungen, erst die von den Auspuffgasen erwärmte Heizkammer zu durchströmen, und kehrt dann zum Saugrohr zurück (Abb. 2). Bei stehenden Mehrzylindermotoren wird fast immer das Saugrohr von den Auspuffgasen beheizt. Abb. 3 zeigt eine solche Ausführungsart. Das Saugrohr K ist ganz von dem Auspuffrohr E umgeben und hat zwei quer angeordnete Heizrohre F.

Um einwandfreie Angaben über den tatsächlichen Petroleumverbrauch zu erhalten, sind von der Universität Nebraska im Sommer 1917 eingehende Pflugversuche mit einer kleinen Case-Zugmaschine ausgeführt worden. Als Brennstoff wurde verwandt Petroleum von 45° Baumé und 0,66 kg Gewicht für 1 Liter, bei einem Friedenspreise von 0,10 M für das Liter.

Textabbildung Bd. 334, S. 169

Zum Anlassen wurde Benzin von 49° Baumé und einem spezifischen Gewicht von 0,664 benutzt, bei einem Friedenspreise von 0,22 M für das Liter. Beim Pflügen mit einer 10/20 PS-Case-Zugmaschine und einem dreischarigen Pfluge von je 355 mm Breite wurde folgendes Ergebnis erhalten:

Tiefe beim Pflügen 150 mm
Breite des gepflügten Landes 30,78 m
Länge der Furchen 213,36 m
Fahrgeschwindigkeit beim Pflügen 3,56 km/Std.
Prozentsatz der zum Wenden benötig-
ten Zeit

10,9 v. H.
Kosten an Brennstoff für 1 ha. 3,00 M.

Außerdem wurden auch Versuche mit Eggen und Drillen angestellt. Eine 9/18 PS-Zugmaschine mit vierteiliger 6 m breiter Egge brauchte zum. Eggen von 4,5 ha kein Benzin und 16,5 Liter Petroleum, so daß die Brennstoffkosten für 1 ha 0,36 M betragen. Beim Drillen mit 16 scheibiger Drillmaschine waren die Brennstoffkosten 0,73 M für 1 ha. („Der Motorwagen“ 1919, Heft 8 und 9.)

W.

Maschinentechnik.

Ein neues Regelprinzip für Peltonturbinen von P. Seewer beschreibt Prof. Prášil in der Schweizer Bauzeitung (1919 Nr. 22 und 23). Es ist bekannt, den Regelvorgang des Peltonrades in zwei Teile zu zerlegen: einmal eine Absperrung des Wasserstrahles durch eine in der Achse der Düse gelegene Nadel, die indessen nur langsam bewegt werden darf, um gefährliche Wasserstöße in der Rohrleitung zu vermeiden, zum anderen durch Ablenkung eines Teiles des Strahles von den Schaufeln, um die Beaufschlagung schnell den Schwankungen des Bedarfs anpassen zu können.

Textabbildung Bd. 334, S. 169

Diese Ablenkung des Wasserstrahles erreicht Seewer nach seiner neuen Erfindung dadurch, daß er in dem Strahl mittels besonderer verstellbarer Leitplatten L (Abb. 1) |170| eine Drehung erzeugt, die ihn beim Austritt aus der Düse vermöge der Fliehkraft kegelförmig auseinanderzieht (Abb. 2 und 3). Infolge der Kontinuität entsteht ein Hohlkegel, dessen Erzeugende zum Teil an den Schaufeln vorbeigehen, bei stärkerer Auseinanderziehung zum Teil sogar die Rückseite der Schaufeln treffen, also bremsend wirken können.

Textabbildung Bd. 334, S. 170
Textabbildung Bd. 334, S. 170

Da die Leitplatten an einer Stelle geringer Wassergeschwindigkeit liegen, ist der durch die Wasserreibung an ihnen bedingte Arbeitsverlust zu vernachlässigen.

Durch den Einbau und den Antrieb der Leitplatten (die eine gewisse Aehnlichkeit mit den Finkschen Drehschaufeln der Francisturbine haben) wird natürlich der Aufbau der Düse, wenn er auch konstruktiv verhältnismäßig einfach durchgebildet ist, immerhin etwas verwickelt. Die halb-schematische Abb. 1 deutet den Antrieb nur an. Die Betätigung der Leitplatten erfolgt durch die als Hohlkörper ausgebildete Düsennadel mittels eines besonderen Servomotors, der von dem für die Nadelverstellung unabhängig ist. Ein erheblicher Kraftaufwand ist für die Bewegung der Leitplatten nicht erforderlich, weil das vom Wasser auf sie ausgeübte Drehmoment durch symmetrische Ausbildung der Platten zu ihren Drehzapfen ausgeglichen werden kann.

Angesichts der Unbequemlichkeit des Aufbaues erscheint es trotz des unbezweifelbar hübschen Gedankens dieses Regelprinzips doch immerhin fraglich, ob darin wirklich erhebliche Vorteile gegenüber der bisher üblichen Abspaltung des Strahles durch Keile liegen.

Dipl.-Ing. W. Speiser.

Metallographie.

Aetzbilder von Eisen und Stahl mit Kupfer-Ammonium-Chlorid werden flecken- und schleierfrei, wenn man die fein abgeschmirgelte Probefläche zunächst einem Wasserstrahl aussetzt und diejenigen Stellen, an denen das Wasser wegen anhaftender Fettspuren nicht netzt, mittelst eines Papierbausches, der in Schlemmkreide, gelöschtem Kalk oder Holzkohlenasche getaucht ist, vorsichtig abreibt, bis die Fläche gänzlich vom Fett gereinigt ist. Die so behandelte Fläche darf nicht mehr mit den Fingern berührt werden oder gar sonst mit Fett in Berührung kommen. Die Probestücke werden dann mit der zu ätzenden Fläche nach unten etwa 10 mm tief in eine Lösung von 12 v. H. Kupfer-Ammonium-Chlorid getaucht und vorsichtig auf und ab bewegt, um eine örtliche Entmischung und damit Wolken und Flecken zu vermeiden. Nach dem Aetzen, das 1 bis 1 ½ Minute dauert, wird das auf der Fläche abgeschiedene Kupfer unter dem Wasserstrahl mittelst eines Papierbausches entfernt, mit einem trockenen Tuche die Fläche ahgetupft und auf einer warmen Platte handwarm gemacht. Soll der Schliff längere Zeit aufbewahrt werden, so lackiert man ihn mit einem nicht zu schnell trocknenden farblosen Lack. (Werkstattstechnik 1919, Heft 9.)

Prg.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: