Elektrische Kraftübertragung in Rodewisch. Auf dem Messingwerke Rodewisch in Sachsen waren bisher die beiden etwa 1 km von einander entfernten Werke nur mit Wasser- und Dampf kraft ausgerüstet. Um die hoben Kosten und den Zeitverlust zu umgehen, welche die Beförderung der Materialien von einem Werke zum anderen verursachte, ist nach dem Elektrotechnischen Echo, 1893 S. 205, das nur mit Wasserkraft betriebene Werk ausser Betrieb gesetzt, an das andere aber ein Neubau angefügt worden; eine 55 -Turbine an der Stelle des ersteren treibt eine Dynamo, und eine Doppelleitung aus Kupfer führt deren Strom dem beim Neubau aufgestellten Motor zu. Letzterer treibt theils allein, theils mit einer Dampfmaschine die Betriebswelle und mittels eines Riemens die vorhandene Lichtmaschine. Die wirkliche Nutzleistung zwischen Dynamoachse und Motorachse wird zu 76 bis 78 Proc. angegeben.