Text-Bild-Ansicht Band 74

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Bestellung des Landes zur Saat; und 2) Vertilgung gewisser Fliegen und Insecten, welche der bereits ausgegangenen Saat Schaden bringen, z.B. des Erdflohes u. dergl. Erreicht soll dieser Zwek werden durch eine neue Anwendungsweise von Wärme, erhizter Luft oder Gas und Dampf, wobei man diese Agentien entweder einzeln oder mehrere zugleich, oder selbst mit chemischen Gasen und Dünsten vermengt wirken lassen kann. Es gehört dazu ein Apparat, der die heiße Luft, den Dampf oder das Gas erzeugt, und mit den zu vertilgenden Unkräutern oder Insecten in Berührung bringt, d.h. welcher tragbar oder sonst locomotionsfähig ist, und entweder durch Menschenhände oder auf sonstige andere Weise über die zu reinigende Landstreke gezogen werden kann.

Der Apparat besteht, was den ersten Punkt anbelangt, aus einem Wagen mit einer Feuerstelle, auf der die Hize erzeugt wird, und wenn es nöthig ist, auch mit einem Gebläse, damit die Hize gesteigert werden kann; ferner aus einem gehörig mit Wasser gespeisten und zur Dampferzeugung bestimmten Kessel. Wenn die Unkräuter aus dem Boden geschafft werden sollen, so kann er auch mit Walzen, welche die Schollen zerkleinern, versehen werden, und mit Haken, Zähnen oder Eggen, die den Boden zerreißen, die Unkräuter aus ihm herauszerren und sowohl diese als die Insecten und deren Eier der zerstörenden Einwirkung der heißen Luft oder des Dampfes aussezen. Den zweiten Punkt anbelangend ist der Apparat besonders für Saaten in Reihen oder für gedrillte Saaten eingerichtet und daher weder mit Walzen, noch mit Eggen ausgestattet. Er muß über die ganzen Saaten gezogen werden können, ohne daß er ihnen Schaden bringt, und dabei zwischen den Pflanzenreihen heiße Luft oder Dampf auslassen, damit dieser mit den aufgescheuchten Insecten in Berührung komme und sie vertilge. Besonders auffallend wird die Wirkung in Bezug auf die Erdflöhe seyn, die, wenn sie gestört werden, die Pflanzen nach allen Seiten verlassen, und dann sicher dem Einflüsse der heißen Luft oder des Dampfes unterliegen.

Um meine Erfindung anschaulich zu machen, will ich nun drei verschiedene Modificationen meines Apparates beschreiben, wobei ich jedoch bemerken muß, daß ich mich nicht an die an ihnen bemerkbaren Einrichtungen binde, da dieselben je nach Umständen verschiedenen Abänderungen unterliegen können.

Fig. 59 ist ein seitlicher Aufriß eines Apparates, womit das Akerland zum Behufe der Aussaat oder des Auspflanzens bestellt werden kann, und welcher durch Pferdekraft bewegt werden soll. Fig. 60 zeigt einen Grundriß dieses Apparates; Fig. 61 ist ein senkrechter Durchschnitt durch ihn. Das Gestell a, a ruht auf den beiden