Text-Bild-Ansicht Band 74

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an den Maschinen oder Apparaten zum Heben von Wasser und zur Verstärkung der Wirkung des Wassers auf Wasserräder. Dd. 24. Okt. 1839.

Dem George Graydon in Sloane Street, Chelsea: auf Verbesserungen an seinem bereits patentirten Schiffscompaß. Dd. 24. Okt. 1839.

(Aus dem Repertory of Patent-Inventions, Nov. 1839, S. 318.)

Allgemeine Regeln zur Bestimmung der Länge der Dampfkessel.

Hr. R. Armstrong gibt in der zweiten Ausgabe seines trefflichen Werkes über die Dampfkessel folgende allgemeine Regeln zur Bestimmung der Länge der Dampfkessel.

I. Ein einfacher Kessel ohne irgend einen inneren Feuerzug, welcher, wie man zu sagen pflegt, über dem Ofenplane aufgehängt werden soll, soll eine Länge bekommen, welche nicht größer ist als die vierfache Quadratwurzel der Pferdekraft oder die vierfache Quadratwurzel des in Fuß ausgedrükten Flächenraumes des Rostes.

II. Ein Kessel ohne inneren Feuerzug, der auf gewöhnliche Weise mit einem sogenannten Radzuge (wheel draught) eingesezt werden soll, darf gleichfalls keine Länge bekommen, welche die vierfache Quadratwurzel der Pferdekraft oder die vierfache Quadratwurzel des Flächenraumes des Rostes übersteigt.

III. Wenn ein Kessel mit einem oder mehreren inneren Feuerzügen, welche ganz durch ihn laufen, mit einem sogenannten gespaltenen Zuge (split draught) eingerichtet werden soll, so darf seine Länge nicht mehr als 3 1/2 Mal die Quadratwurzel der Pferdekraft betragen; soll er dagegen einen Radzug bekommen, so darf seine Länge nur 3 1/4 Mal die Quadratwurzel der Pferdekraft oder des Flächenraumes des Feuerrostes ausmachen.

IV. Wenn ein Kessel mit Feuerzug und innerer Aufnahme (inside uptake), wie z.B. ein Boulton und Watt'scher Kessel, einen gespaltenen Zug bekommen soll, so darf seine Länge das 3–3 1/4fache der Quadratwurzel der Pferdekraft nicht übersteigen; und will man ihm einen Radzug geben, so darf seine Länge gar nur das Dreifache der Quadratwurzel der Pferdekraft oder des Feuerrostes betragen.

Der Titel des angeführten Werkes lautet: An Essay on the Boilers of Steam Engines. By R. Armstrong, Civ. Engin. 2d. edit. 8. London 1839, by John Weale.

Ueber den Wassergehalt des Dampfes.

Hr. de Pambour übergab der Akademie der Wissenschaften in Paris in ihrer am 14. Okt. l. J. gehaltenen Sizung eine Abhandlung über die Menge des flüssigen Wassers, welches der Dampf aus den Kesseln mit sich fortreißt. Die in dieser Beziehung von ihm angestellten Versuche wurden an Locomotiven vorgenommen, da sich diese wegen der Erschütterungen, die an ihnen vorkommen, wegen der geringen Höhe, in welcher der Dampf über dem Niveau des Wassers im Kessel entnommen wird, und wegen der Kleinheit des dem Dampfe zur Ansammlung gestatteten Raumes unter Bedingungen befinden, bei denen man das Maximum des von dem Dampf fortgerissenen flüssigen Wassers zu erfahren hoffen darf. Der Verf. stellte seinen Calcul folgendermaßen. Die Zahl der Radumläufe gab die Zahl der stündlich verbrauchten, mit Dampf gefüllten Cylinder. Da der Druk bekannt war, so war es ein Leichtes, hieraus die entsprechende Wassermenge zu entnehmen. Diese Menge gab, wenn man sie mit dem wirklichen Verbrauche des Kessels verglich, das Verhältniß des in flüssiger Gestalt von dem Dampfe fortgerissenen Wassers. (Echo du monde savant 1839, No. 482.)

Eastwick's und Harrison's achträderige Locomotiven.

Das Franklin Journal enthält in einem seiner lezten Hefte über diese Locomotiven nachstehende Notiz: „Die Leistung der Locomotiven hängt bekanntlich 1) von der Menge Dampfes ab, welche der Kessel innerhalb einer bestimmten Zeit zu erzeugen vermag 3 und 2) von der Reibung oder wie man zu sagen pflegt,