Text-Bild-Ansicht Band 147

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Eine werthvolle Stütze für diese Ansicht von der Molecularform des Spiegeleisens sehen wir in der Krystallform desselben, welche bekanntlich die des Rhomboëders ist.

Setzt man nämlich auf die abwechselnden Flächen eines Octaeders abcdef die Hälften der Tetraeder abge, cdeh, abkf und cdif, so erhält man eine rhombische Säule albnmcod, so daß also die Molecularform des Eisens die Hälfte eines Tetraeders d.h. eine schiefe Pyramide wäre.

Textabbildung Bd. 147, S. 43

Es ist nun wahrscheinlich, daß sich nach dem Bildungsgesetz des Spiegeleisens ebenfalls eine ganze Reihe von Körpern constituiren kann. Alle diese Körper werden die charakteristischen Eigenschaften des Spiegeleisens, Härte und Sprödigkeit in gewissem Maaße besitzen, und wird der Grad derselben von ihrem Gehalt an Kohlenstoff abhängig seyn.

Diese zweite Verbindungsreihe würde sich durch nachfolgende Formeln ausdrücken lassen:

Fe₄ C₁ mit einem Kohlegehalt von 5,263 Proc.
Fe₁₂ C₁ 1,818 „
Fe₂₀ C₁ 1,098 „
Fe₂₈ C₁ 0,787 „
Fe₃₆ C₁ 0,613 „
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