Text-Bild-Ansicht Band 148

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Der dritte Theil der Verbesserungen besteht darin, daß die Oelschale und Hülse, welche bei Vorspinnmaschinen ein oberes Lager für die Spindel bildet, nicht an die letztere, sondern an den Flügel befestigt wird. Fig. 30 stellt die für vorliegende Beschreibung wesentlichen Theile eines Flügels in der Frontansicht, Fig. 31 im Durchschnitte dar. V ist der Flügel; V¹ seine rotirende Hülse mit ihrem Oelnäpfchen, in welches die an der Hülse V¹ lose befindliche Hülse V² taucht. Die auf das obere Ende des Flügels geschraubte Mutter w hält die Hülse V² an ihrer Stelle.

XLIV. Probe für die als Schmiermittel in Anwendung kommenden Oele; von Hrn. Mac-Naught.57)

Aus Armengaud's Génie industriel, Februar 1858. S. 92.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Zu Beobachtungen über die schlüpfrigmachenden Eigenschaften der Oele bedient man sich gegenwärtig häufig des in Fig. 21 und 22 abgebildeten Apparates. Fig. 21 ist eine vordere Ansicht, Fig. 22 ein Verticaldurchschnitt des Instrumentes. Der Apparat besteht aus einem Teller b, welcher an eine Spindel a befestigt ist. Diese Spindel wird mittelst einer an sie befestigten Rolle a¹ von irgend einem Motor aus in Rotation gesetzt. Die Scheibe c enthält eine den obern Theil der Spindel a mit einem gewissen Spielraum umfassende Dille d, welche oben mit einer Schraube e versehen ist. Diese Schraube bietet an ihrem unteren Ende eine Höhlung dar, welche die Bestimmung hat, das obere Ende der Spindel a aufzunehmen und auf diese Weise die Scheibe c in der Schwebe zu halten. Die beiden an einander gränzenden Flächen des Tellers b und der Scheibe c sind dergestalt abgedreht, daß sie genau in Coincidenz gebracht werden können.

Die verschiedenen Stücke ruhen auf einem Träger m, welcher mittelst der Schraube n an einen Tisch geschraubt werden kann. An der

57)

Die frühere Construction des Mac-Naught'schen Apparats, welche im Wesentlichen mit der vorliegenden übereinstimmt, wurde im polytechn. Journal, 1838, Bd. LXX S. 108 mitgetheilt. A. d. Red.