Text-Bild-Ansicht Band 10

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leistet, und erhält dadurch den gehörigen Grad von Drehung; so bald aber der Faden nachgelassen wird, windet er sich um die Spule auf: dann fängt der Arbeiter wieder an, den Faden während der Bildung desselben zu drängen und zu ziehen, damit er dieselbe Drehung, wie vorher, erhält, und läßt dann neuerdings nach, damit er sich aufwinden kann, und so geht die Arbeit fort.

Da es zur Erleichterung derselben nothwendig ist, die Spulen öfters auszuwechseln, so hat Hr. Boichoz die Scheibe R so eingerichtet, daß sie sich bei allen einzusezenden Spulen brauchen läßt. Die Spulen dürfen nämlich in dieser Hinsicht nur an einem ihrer Enden von correspondirendem Durchmesser mit der Scheibe seyn, welche am Rande, zur Aufnahme eines kleinen Vorstekstiftchens, e, mit einem Ausschnitte versehen ist: auf diese Weise bilden die Scheibe und die Spule Einen Körper, und eine kann sich nicht ohne die andere drehen. Eben so haben auch alle Spulen, um nur einer Feder bei derselben zu bedürfen, an der der Sperre gegenüber stehenden Seite ein Vorstekstifchen d, welches sie mit der Feder vereinigt.

Wenn man die Spule abnehmen will, spannt man die Feder ab, und läßt den Schieber bis an das untere Ende seiner Bahn gleiten; man kann dann die Achse L ohne alle Mühe herausziehen, indem man sie bei dem Triebstoke K ergreift. Die Scheibe, die Spule und die Feder fallen dann von selbst ab; man stekt die beiden lezteren auf eine neue Spule, die man innenwendig in dem Rahmen dem Mittelpunkte des Sperrrades gegen über hält, führt die Achse L durch, spannt die Feder, und alles ist wieder in der alten Ordnung.

Im Falle, daß man immer nur eine und dieselbe Spule brauchen wollte, ist es, wenn diese voll ist, genug, den Sperrkegel aus den Zähnen des Sperrrades zu lösen. Die Feder c ist so vorgerichtet, daß sie den Sperrkegel in einer solchen Lage erhält, welche der Spule erlaubt, nachzugehen, wenn man den Faden zieht. Sie windet sich dann sehr schnell ab. Wenn man wieder anfangen will zu spinnen, bringt man die Feder auf den Kopf des Sperrkegels, und die Maschine arbeitet, wie vorher.

Eine wesentliche Vorsicht, die man beachten muß, ist diese, daß der Druk der Feder auf die Achse gehörig gemäßigt wird: denn, wenn man sie zu sehr drüken läßt, ist die Maschine zu