Text-Bild-Ansicht Band 10

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schwer zu bewegen, und wenn sie zu wenig drükt, so windet der Faden sich nicht gehörig auf: etwas Uebung bestimmt den Grad der Spannung, den man der Feder zu geben hat.

Die Vortheile, welche diese Maschine gewährt, bestehen in Folgendem:

1. Ein Seiler kann in einem kleinen Zimmer stehend, ganz allein, ohne seine Stellung zu verlassen, Bindfaden von jeder Dike und Länge verfertigen.

2. Die Maschine kann eben sowohl im Kleinen als im Großen verfertigt werden, und liefert immer dieselben Resultate.

3. Die Maschine erzeugt nicht nur eben so viel, als die gewöhnlichen Vorrichtungen, sondern sie spinnt mit eben so vieler Schnelligkeit, als der Spinner der Bildung seines Fadens zu geben vermag.

Man mag der Maschine was immer für eine Geschwindigkeit geben, diese beschleunigen oder vermindern, die Drehung bleibt immer dieselbe, weil sie von der Zahl der Umdrehungen des Rahmens und der Spule abhängt: da sich nun der Rahmen nicht drehen kann, ohne daß die Schraube ohne Ende die Spule dreht, so ist es offenbar, daß diese beiden Bewegungen immer im Verhältnisse mit einander bleiben müssen. Die Arbeit wird auch dadurch noch mehr vervollkommnet, weil man sicher ist, daß der Faden seiner ganzen Länge nach eine vollkommen gleiche Drehung bekommt, und folglich auf allen Puncten von gleicher Dike und von gleicher Stärke seyn muß.

Es ist einleuchtend, daß, wenn man auf dieser Maschine spinnt, man den Faden immer zurükhalten muß, und nur mit einigem Widerstande denselben nachlassen darf; denn, wenn man frei nachlassen würde, würde er über die Spule hingleiten, und sich nicht aufwinden. Diese Gewohnheit lernt sich leicht, und in kürzer Zeit wird ein gewöhnlicher Arbeiter so geschikt, wie der geübteste Seiler.

Die Versuche, die man mit dieser Maschine im Großen angestellt hat, haben bewiesen, daß der auf dieser Maschine gesponnene Bindfaden eben so schön, regelmäßig und stark ist, als der nach der gewöhnlichen Weise verfertigte. Was die Schnelligkeit der Arbeit betrifft, so weiß man, daß sie von zwei Umständen abhängt: 1tens von der Geschwindigkeit des